Schwaches Gladbach punktet glücklich gegen Heidenheim

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Photo by Christof Koepsel/Getty Images

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Gladbach spielt 2:2 gegen Heidenheim

Gladbach stolpert im Abstiegskampf. Von mehreren Spielern wurde das Spiel gegen Heidenheim klar als Pflichtsieg bezeichnet. Doch auf diese selbstbewussten Ansagen folgten keine Taten. Wieder einmal die gleichen Probleme und ein schwacher Auftritt. Gladbach steckt weiterhin verdient im Abstiegskampf, und das Unentschieden gegen Heidenheim zeigt, weshalb man sich dort befindet.

Rotationen bleiben ohne Ertrag

Gladbach
Wackelt Gladbachs Trainerstuhl ? – Photo by Christof Koepsel/Getty Images

In der Startelf gab es bereits einige Überraschungen: Haris Tabakovic pausierte nach 25 Mal in Folge in der Startaufstellung. Dafür stand Machino zum siebten Mal in dieser Saison in der Mannschaft. Kevin Stöger musste für Mohya auf der Bank Platz nehmen.

Eben jene Änderungen wurden dann in Form des 1:0 durch Mohya belohnt, nachdem sich der auffällige Castrop im Vorhinein stark durchgesetzt hatte. Jedoch scheint man – nicht zum ersten Mal in dieser Saison – nach der Führung abzuschalten. Dementsprechend trifft Heidenheim zum 1:1 und drängt danach weiter. Wieder einmal ist man extrem passiv. Ab der 20. Minute wird das Spiel dann sehr einseitig, mit vielen Toraktionen für Heidenheim. Nicolas muss mehrere Male retten, sodass man eher glücklich mit einem Unentschieden in die Halbzeit geht.

Business as Usual – Gladbach stagniert in Leistung & Entwicklung

Die Probleme seit der Winterpause bleiben bei Gladbach die gleichen: Man ist offensiv außerhalb von Kontern zu ungefährlich und defensiv einfach zu unkonstant. Auch viele Einzelspieler sind seit Wochen unangefochten trotz ausbleibender Leistung. Scally bleibt zu unkonstant und Honorat ist trotz seines Tores gegen St. Pauli weiterhin außer Form. Beide sind extrem schwach. Dass beide mit einem Wechsel im Sommer kokettieren, macht die Situation auf der rechten Seite der Borussen noch prekärer. Vergleicht man diese Seite mit der von Mohya und Castrop, wird der Kontrast noch deutlicher. Auch Machino konnte seine Chance nicht nutzen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit schafft es Gladbach nicht, die Kontrolle zu übernehmen. Der abgeschlagene Letzte bleibt die bessere Mannschaft vor heimischem Publikum – ein Armutszeugnis. Pfiffe der eigenen Fans verdeutlichen diese Gemütslage und sind ein klares Zeichen an Polanski, die Mannschaft und die Verantwortlichen. In der 64. Minute bekommt man dann die Quittung in Form des 1:2 nach dem Doppelwechsel von Stöger und Neuhaus für Mohya und Engelhardt. Das Tor war längst überfällig und hochverdient.

Gladbach
Torschütze ohne Form: Frank Honorat – Photo by Lars Baron/Getty Images

Nur sechs Minuten später müssen Reitz und Scally den Platz für Bolin und Tabakovic verlassen. Dass man mit einer Doppel-Sechs aus Neuhaus und Stöger agiert, soll vielleicht Mut und Ideen suggerieren, strahlt jedoch eher Panik und Ideenlosigkeit aus. Dass Honorat trotz seiner schwachen Leistung im Vorhinein dann zum 2:2 trifft, rechtfertigt zwar seinen Einsatz, zeigt aber gleichzeitig das fehlende Vorhandensein einer echten Leistungskultur bei Gladbach auf. Das Unentschieden ist mehr als schmeichelhaft, scheint Gladbach jedoch wachzuküssen.

Vergebene Chancen täuschen nicht über verpasste Ziele hinweg

Denn auf einmal beginnt man, Fußball zu spielen – zwar keinen ansehnlichen wie im Hinspiel, aber zumindest erarbeitet man sich Torabschlüsse. Am Ende kann man sogar enttäuscht über das 2:2 sein und sich einreden, ein gutes Spiel gemacht zu haben. Fakt ist jedoch: Man war gegen das schwächste Team der Liga über 45 Minuten unterlegen und konnte die wichtigen Punkte im Abstiegskampf nicht holen. Man hätte auf Platz 10 springen können, doch durch die schwache Leistung über weite Teile der Partie verdient man sich aktuell den Platz im Abstiegskampf.

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Polanski wird sich einiges an verdienter Kritik gegenübersehen. Die Pfiffe nach dem Spiel sind hart erarbeitet und verdient. Das selbst gesteckte Ziel, die Spiele gegen Heidenheim und Leipzig zu gewinnen, ist gescheitert. Man rennt in den entscheidenden Wochen der eigenen Form hinterher, und eher durch das Unvermögen der Mitkonkurrenten als durch eigene Leistung kann man sich aktuell noch über dem Strich halten.

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🖊 Autor: Mika Heerink 

📷 Photo by Alex Grimm/Getty Images

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