Gladbach-Boss will Verantwortung übernehmen
Der mediale Druck auf Borussia Mönchengladbach ist nach dem verpatzten Saisonstart in den vergangenen Tagen und Wochen immer größer geworden. Nun äußert sich mit Stefan Stegemann der CEO des Vereins und erhöht dabei vor allem den Druck auf die Mannschaft.
Stegemann betont, dass bei Borussia nun alle in der Verantwortung stehen allen voran die Mannschaft. Nach dem Weiterkommen im Pokal sei der Start in die Bundesliga sehr enttäuschend gewesen. Vor allem das Heimspiel gegen Elversberg hätte man nach einer 3:1-Führung über die Bühne bringen müssen. Auch eine 0:5-Niederlage in Freiburg dürfe Borussia so nicht passieren, erklärte Stegemann im Interview auf der offiziellen Borussia-Website.
Stegemann erklärt den Gladbacher Fehlstart
Als Erklärung für den Fehlstart führt Stegemann die fehlende Stabilität in der Defensive an. Daher habe man sich für Alexander Blessin als neuen Trainer entschieden, dem man nachsage, dass er eine Mannschaft organisieren und strukturieren könne. Als zweiten Grund für den misslungenen Start nennt der Geschäftsführer den großen Umbruch im Kader und Staff mit insgesamt 52 Personalbewegungen im Sommer.
Dieser Umbruch sei aus wirtschaftlicher Sicht notwendig gewesen, da sich die Fohlen weiterhin in einer anspruchsvollen finanziellen Situation befänden, bestätigte der Gladbach-Boss. Stegemann führte im Interview aber auch positive Entwicklungen an. Dazu zählen Wael Mohya, Mathieu Nguefack, Hugo Bolin und Jan Leszczynski. Dabei handele es sich um interne und externe Talente, die sich bereits gut entwickelt hätten. Genau das sei der Weg von Borussia Mönchengladbach, so Stegemann.

IMAGO / Jan Huebner
Stegemanns bisherige Amtszeit bei Borussia
Stegemann war von 2022 bis 2025 Vizepräsident des Vereins und parallel Geschäftsführer des Gladbach-Sponsors Sonepar. Im Januar 2025 beendete er seine Arbeit bei Sonepar, um bei Borussia Mönchengladbach als Geschäftsführer zu beginnen. Unter der Amtszeit von Stegemann haben sich die sportlichen Probleme noch einmal deutlich verschärft. Zunächst wurde im Sommer 2025 die Entscheidung getroffen, mit Virkus und Seoane in die neue Saison zu gehen und den Kader entsprechend zu planen.
Bereits früh musste man diese Entscheidung korrigieren und stellte sowohl den Trainer als auch den Sportvorstand frei. Mit Polanski installierte man anschließend einen Trainer aus dem eigenen Stall und verlängerte dessen Vertrag vorzeitig langfristig bis 2028.
Ist Dr. Stefan Stegemann der richtige Geschäftsführer für Borussia Mönchengladbach?
Hat Gladbach aus den Fehlern von 2025 gelernt?
Doch aus den Fehlern des Jahres 2025 hat man in der Geschäftsleitung unserer Einschätzung nach offenbar nicht ausreichend gelernt. Erneut entschied man sich dazu, mit einem angeschlagenen Trainer in die neue Saison zu gehen, der bereits am 3. Spieltag entlassen werden musste. Aufgrund des langfristigen Vertrags wird womöglich eine hohe Abfindung fällig.
Nun steht Borussia nach vier Spieltagen mit dem Rücken an der Wand und hofft mit einem erneuten Trainerwechsel auf den Turnaround. Bisher ist es eine ernüchternde Bilanz für Stefan Stegemann seit seiner Berufung zum Geschäftsführer von Borussia Mönchengladbach.
Wie beurteilt ihr die Bilanz von Stefan Stegemann? Schreibt es in die Kommentare!
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🖊 Autor: Jan David Busch
📷 Photo by IMAGO / Maximilian Koch

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