Gladbach bald wieder mit Doppelsturm?
Borussia Mönchengladbach bereitet sich derzeit unter dem neuen Trainer Alexander Blessin intensiv auf das Derby am 11. Oktober in Köln vor. Mit Jan Leszczynski wird heute im Laufe des Tages der erste von sechs Nationalspielern wieder zur Mannschaft stoßen. Blessin muss innerhalb kürzester Zeit ein neues Spielsystem etablieren, um die Gegentorflut zu stoppen. In den ersten vier Bundesligaspielen haben die Gladbacher bereits 16 Gegentore kassiert.
Die gesamte Sommervorbereitung über wurde die Mannschaft unter Ex-Trainer Eugen Polanski auf eine Viererkette ausgerichtet und vorbereitet. Nach nur drei Spieltagen war diese Idee gescheitert. Blessin muss nun die Fehler, die im Sommer gemacht wurden, zeitnah korrigieren und die Mannschaft sowohl sportlich als auch mental komplett neu aufstellen.
Blessin testet ein 3-4-1-2-System
Im Training wurde in den vergangenen Tagen unter anderem ein 3-4-1-2-System einstudiert und erprobt. Blessin deutete bereits an, dass er die Dreierkette sehr variabel ausrichten möchte. Durch das neue System ist es durchaus vorstellbar, dass die Fohlen künftig wieder häufiger mit einer Doppelspitze agieren. Bereits beim FC St. Pauli hat Blessin gerne mit einer Doppelspitze gespielt. Meist setzte er dabei auf einen echten Mittelstürmer wie Kaars oder Hountondji, der durch einen variablen Offensivspieler wie Pereira Lage ergänzt wurde.
Blessin hat allerdings auch mit einer Kombination aus zwei echten Mittelstürmern wie Kaars und Hountondji gespielt.

Gladbach hat zahlreiche Optionen für den Doppelsturm
Erst vor Kurzem hat der neue Gladbach-Trainer die Qualität und Quantität des Kaders gerade in der Offensive gelobt. Mit Kleindienst, Lidberg, Machino und Danfa hat Borussia vier Mittelstürmer im Kader, wobei Machino und Danfa variabler einsetzbar sind. Mit Hack, Mohya, Bolin, Honorat und Kühn stehen zudem zahlreiche weitere Offensivspieler zur Verfügung, die ebenfalls die Rolle eines zweiten Stürmers übernehmen könnten.
Blessin hat dadurch einige Möglichkeiten, seinen Doppelsturm unterschiedlich auszurichten.
Wird Machino zum Gladbach-Gewinner des neuen Systems?
Im Training haben bereits Machino und Kleindienst gemeinsam in einer Doppelspitze agiert.Der Japaner ist deutlich variabler und umtriebiger als Fohlen-Kapitän Tim Kleindienst. Dadurch könnten sich beide Spielertypen gut ergänzen. Das neue System könnte insbesondere Machino in die Karten spielen. Nach seinem Transfer von Holstein Kiel für acht Millionen Euro plus zwei Millionen Euro an möglichen Bonuszahlungen ist der Japaner noch nicht wirklich bei den Fohlen angekommen.
Eine feste Rolle neben Kleindienst könnte ihm möglicherweise dabei helfen, seine Stärken besser einzubringen.
Auch Kleindienst und Lidberg gemeinsam denkbar
Auch ein Doppelsturm mit zwei klassischen Mittelstürmern ist mit Lidberg und Kleindienst durchaus im Bereich des Möglichen. Bei einer solchen Variante hätten die beiden Schienenspieler eine noch größere Bedeutung als ohnehin schon. Konoplya und Herold könnten im Derby die beiden Schienen besetzen und wären in diesem System maßgeblich dafür verantwortlich, die Stürmer über die Außenbahnen mit Flanken zu versorgen.
Blessin hat damit zahlreiche Möglichkeiten, seine Offensive neu aufzustellen. Ob er bereits im Derby auf einen Doppelsturm setzt und welche beiden Spieler dann beginnen könnten, wird sich zeigen.
Welches Sturmduo könnt ihr euch gut vorstellen? Schreibt es in die Kommentare!
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🖊 Autor: Jan David Busch
📷 Photo by Alex Bierens de Haan/Getty Images

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