Die Gladbacher Länderspielbilanz
Gladbach hat traditionell einige Nationalspieler, in den letzten Jahren sind diese weniger geworden, doch 11 Kandidaten konnten trotz der schlechten Situation des Vereins ihre Nationaltrainer überzeugen. Viele waren trotzdem eher Back-ups, jedoch konnten einige auch Erfolge mit ihren Nationen feiern. Bevor wir uns dem Ligaendspurt widmen, besprechen wir in der „Gladbacher Länderspielbilanz“ letztmals vor der Weltmeisterschaft die Leistungen der internationalen Borussen.
Lukas Ullrich (Deutschland U21)

Für die deutschen Junioren ging es in der EM-Qualifikation gegen Griechenland und Nordirland. In beiden Spielen startete Ullrich und gegen die Nordiren konnte der 22-Jährige mit zwei Vorlagen überzeugen. Gegen die Griechen wurde er nach solider Leistung in der 74. Minute ausgewechselt. Insgesamt konnte er Minuten und Sicherheit sammeln.
Niklas Swider (Deutschland U19)
Bei Swider sah das Ganze etwas anders aus. Der 19-Jährige saß bei beiden U-19-Qualifikationsspielen gegen Griechenland und Österreich 90 Minuten auf der Bank.
Joe Scally & Gio Reyna (USA)

Ähnlich „schlecht“ lief es ebenfalls für die Austragungsnation der kommenden Weltmeisterschaft. Erst eine 2:5-Klatsche gegen Belgien und dann ein 0:2 gegen Portugal. Auch die Gladbacher Scally und Reyna konnten dort nicht viel helfen. Insbesondere da beide in keinem der beiden Spiele in der Startelf standen und jeweils als Joker kaum/keine Akzente setzen konnten. Dass Reyna nach 1,5 Monaten ohne Einsatz überhaupt nominiert wurde, war wahrscheinlich auch eher seiner theoretischen Qualität sowie seiner „guten Beziehung“ zum Trainer geschuldet.
Nico Elvedi (Schweiz)

Wie das Spiel Deutschlands gegen die Schweiz verlief, werden die meisten aus eigener Hand erlebt haben. Hier war Elvedi trotz 4 Gegentoren einer der solidesten. Beim Unentschieden gegen Norwegen war er sogar der notentechnisch beste Spieler laut Sofascore. Elvedi macht auf internationaler Bühne genau da weiter, wo er im Gladbach-Trikot aufgehört hatte: Woche um Woche solide bis gute Leistungen.
Fabio Chiarodia (Italien U21)

Anders als die Senioren konnte Italiens U21 zwei solide 4:0-Siege einfahren. Bei den Spielen gegen Nordmazedonien und Schweden stand beide Male auch Chiarodia die vollen 90 Minuten auf dem Platz. Anders als im Verein zeigte er hier rundum solide Leistungen ohne Wackler, ganz im Gegenteil, teils fiel er durch sein gutes Passspiel und sein Zweikampfverhalten positiv auf. Ähnlich wie Ullrich konnte er Selbstvertrauen und Minuten sammeln sowie Werbung für sich machen.
Tiago Pereira Cardoso (Luxemburg)

Der 19-Jährige kam unverhofft zu seinem siebten Länderspieleinsatz, nachdem sich im Spiel gegen Malta Stammkeeper Moris verletzte. In seinen 21 Minuten hielt er die Null und brachte das 2:0 über die Zeit.
Haris Tabakovic (Bosnien-Herzegowina)

Die wohl spektakulärste Länderspielpause hatte der 31-Jährige, welcher gegen Wales und Italien zwar nicht in der Startelf stand, jedoch schoss er gegen Italien nur 7 Minuten nach seiner Einwechslung das entscheidende 1:1, welches Bosnien erst in die Verlängerung und dann ins Elfmeterschießen brachte. Hier verwandelte Tabakovic, anders als im Verein, seinen Elfmeter solide und schoss somit seine Nation zur WM.
Kevin Diks (Indonesien)

Indonesien war im Vorhinein schon an der Qualifikation zur Weltmeisterschaft gescheitert, trotzdem testete man sich gegen St. Kitts and Nevis und Bulgarien. Beide Male startete Diks, anders als bei Gladbach spielte er allerdings auf der rechten Schiene, wo er die Niederlage gegen Bulgarien nicht verhindern konnte. Beim Sieg gegen St. Kitts and Nevis wurde er in der 58. Minute ausgewechselt.
Shuto Machino (Japan)

Japan ist bereits für die Weltmeisterschaft qualifiziert und testete sich gegen die beiden ältesten Nationalmannschaften: England und Schottland. Beide Male konnte man 1:0 gewinnen, was durchaus als Erfolg gewertet werden kann. Machino muss allerdings um sein WM-Ticket bangen, da er trotz großzügiger Rotation in beiden Spielen nur auf 9 Minuten gegen England kam.
Jens Castrop (Südkorea)

Die wohl größte Hiobsbotschaft für Gladbach kam in dieser Länderspielpause aus Südkorea: Jens Castrop muss wegen einer Knöchelverletzung abreisen. Der beste Borusse der letzten Wochen fällt auf zunächst unbestimmte Zeit aus. Aktuell gibt es noch keine konkreten Infos, wie lange man ohne den 22-Jährigen planen muss.
Falls es was Neues im Fall Castrop gibt, aber auch weitere News über Borussia Mönchengladbach findet ihr hier auf BMG-News
🖊 Autor: Mika Heerink
📷 Photo by Christof Koepsel/Getty Images
