Die Konkurrent punktet – Gladbach unter Zugzwang
Borussia Mönchengladbach ist unter Zugzwang. Nach dem Punkt von St. Pauli bei Rivale Köln ist man nur noch zwei Punkte vom Relegationsplatz entfernt. Angesichts der schwachen Form (Platz 15 in der Rückrundentabelle) ist die Lage enorm angespannt. Insbesondere da man mit Mainz auf einer der formstärksten Mannschaften der Liga trifft und die Ergebnisse der Konkurrenz Gladbach auf Platz 15 katapultierten, führte zu akutem Zugzwang der Borussen, da man nur noch 4 Punkte vom Relegationsplatz entfernt ist.

Insbesondere da Gladbach trotz eines überragenden Nicolas gegen Leipzig nicht punkten konnte. Im selben Spiel gab es mit den verletzungsbedingten Auswechslungen von Diks und Castrop zwei Schreckmomente. Glücklicherweise gab es bei beiden bereits unter der Woche Entwarnung. Außerdem erfreulich für die Fohlen ist die erwartete Kaderrückkehr von Hack und Ngoumou, welche neue Optionen für die so schwache Offensive sind.

Trotzdem steht Polanski vor vielen schwierigen Entscheidungen. Insbesondere da, wie bereits in den vergangenen Wochen besprochen, sich keine Spieler richtig aufdrängen. Hinzu kommt außerdem, dass die eigentlichen Leistungsträger mit Honorat und Reitz offen mit einem Wechsel kokettieren bei zweiterem ist es bereits offiziell. Dass Tabakovic außerdem seinen Torriecher verbraucht hat, schadet in der aktuellen Situation noch mehr und in beiden Fällen am schlimmsten ist der Mangel an Ersatz mit nötigem Niveau.
Doch die definitiv berechtigte Kritik muss auf den Sommer verschoben werden, da die Prioritäten zu 100% auf dem Mainz Spiel liegen müssen, um sich auf 7 Punkte abzusetzen. Und um erfolgreich zu sein, muss man manchmal unpopuläre Entscheidungen treffen. Beispielsweise bestätigte Polanski bereits Reitz im Amt als (Vize)Kapitän und wird auch wieder unpopulärer Weise auf ihn setzen. Ullrich wird nach seiner Auswechslung in der 33. Minute vergangene Woche nicht wieder starten. Honorat und Scally sollten ebenfalls nicht starten dürfen, jedoch zeigt Polanski zu beiden bereits eine übermäßige Treue, welche sich zum Mainz Spiel wahrscheinlich nicht ändern wird.
Meine Aufstellung:

Angstgegner Mainz: Nur ein Sieg aus den letzten 10 Duellen
Insbesondere da Mainz historisch ein Angstgegner der Gladbacher ist. Man konnte nur eines der letzten 10 Duelle gegen die Mainzer gewinnen. Dieser Sieg war im Hinspiel und dort begann vielmehr erstmals die offensive Ungefährlichkeit der Gladbacher, doch für das zu dem Zeitpunkt historisch schwache Mainz reichte es. Mittlerweile ist Urs Fischer an Bord und konnte das Ruder rumreißen, weshalb man von Platz 17 bis auf Platz 10 kletterte. In der Rückrundentabelle steht man dementsprechend auf Platz 5.
Das Spiel wird also kein Zuckerschlecken für die ohnehin heimschwachen Borussen. Trotzdem ist ein Sieg Pflicht, nicht aufgrund des sportlichen Niveaus der Teams, sondern einfach aufgrund der Dringlichkeit. Wenn Gladbach nächstes Jahr Bundesliga spielen will, muss man noch punkten. Mit einem Sieg kann man auf Platz 11 springen und dann nächste Woche gegen Wolfsburg den Sack eigentlich zumachen. Sechzehnter St. Pauli hat mit Heidenheim, Mainz und Wolfsburg noch drei vergleichsweise Gegner, welche zumindest das Potenzial hergeben, um 4 Punkte aufzuholen. Gladbach spielt nämlich die letzten drei Spiele gegen Augsburg, Dortmund und Hoffenheim. Alle drei überragend in der Rückrundentabelle.
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🖊 Autor: Mika Heerink
📷 Photo by Eibner-Pressefoto Imago
