Kleindienst soll in Gladbach-Kabine für Stress sorgen
Bei Borussia Mönchengladbach läuft es derzeit alles andere als rund und das nicht nur sportlich. Durch den schwachen Saisonstart steht Cheftrainer Eugen Polanski ein Jahr nach seinem Amtsantritt gewaltig unter Druck und muss vor der Länderspielpause in den Spielen gegen Freiburg und Mainz Argumente für eine Weiterbeschäftigung liefern. Sollte Gladbach beide Spiele verlieren, dürfte ein Trainerwechsel wohl unumgänglich sein. Der 40-Jährige steht noch langfristig bis 2028 unter Vertrag und ein Trainerwechsel wäre auch mit hohen Kosten für den Verein verbunden. Deshalb versucht man womöglich alles, um mit dem Trainer doch noch den Turnaround zu schaffen.
Berichte sorgen für weitere Unruhe bei Gladbach
Doch auch neben dem Platz gibt es immer mehr Störgeräusche, die durch die „Bild“-Zeitung befeuert und in die Öffentlichkeit getragen werden. Bereits bei der Kühn-Verletzung berichtete die Boulevardzeitung, dass sich der Spieler beim Auslauftraining verletzt haben soll. In der offiziellen Mitteilung heißt es hingegen, dass sich der Flügelstürmer die Verletzung wohl direkt im Spiel zugezogen habe und nicht beim Auslaufen. Durch diese Berichterstattung wird die ohnehin bereits entbrannte Verletzungsdebatte am Niederrhein zusätzlich angeheizt, indem vermittelt wird, dass sich Kühn die relativ schwere Verletzung beim entspannten Auslaufen zugezogen haben soll. Auch beim Transfer von Kühn wurde berichtet, dass die Mitspieler von der Verpflichtung des 26-Jährigen überrascht beziehungsweise irritiert gewesen sein sollen.
Einen Tag nach dem enttäuschenden Spiel gegen Elversberg berichtete die „Bild“-Zeitung, dass der Verein mit dem Trainer durch diese schwierige Situation gehen möchte und eine Entlassung von Polanski derzeit nicht zur Debatte stehe. Zwei Tage später wurde jedoch mehr oder weniger von zwei Entscheidungsspielen gegen Freiburg und Mainz berichtet, in denen Polanski Argumente für seinen Verbleib sammeln müsse.

Berichte über Kleindienst sorgen für neuen Zündstoff
Aktuell entzündet sich zudem vieles an der Personalie Tim Kleindienst. Hier berichtet die „Bild“, dass Kleindienst sich nur in der Öffentlichkeit lautstark äußere, in der Kabine jedoch sehr teilnahmslos sei. Zudem sollen die Spieler ihn kritisieren, weil er sich selbst nicht mit in die Kritik einbeziehe. Vielmehr soll Philipp Sander in der Kabine das Positivbeispiel sein, wenn es um konstruktive Kritik geht.
Durch diese Berichterstattung wird die ohnehin schwierige Situation des Vereins natürlich noch einmal enorm befeuert. Nun berichtet der gut informierte X-Account „Azurro 96“, dass die Berichterstattung im Verein als „absolute Frechheit“ wahrgenommen werde und man dort den Eindruck habe, dass versucht werde, einen Keil zwischen die Mannschaft und Kleindienst zu treiben.
Bei Gladbach liegen früh die Nerven blank
Alles in allem ist es eine brisante Situation am Niederrhein vor dem Auswärtsspiel in Freiburg und schon früh in der Saison liegen die Nerven blank. Die Fans pfeifen bereits am zweiten Spieltag im heimischen Stadion die Mannschaft aus, der Trainer steht massiv unter Druck, sportlich ist der Start in die Saison misslungen, hinzu kommen große Verletzungsprobleme sowie externe Brandherde und negative Berichterstattung, die kein gutes Bild auf den Club werfen.
Grundsätzlich sind das alles keine positiven Anzeichen für eine erfolgreiche Saison. Vielmehr sind es typische Begleiterscheinungen eines Clubs, der sich im Abstiegskampf befindet. Was der Verein jetzt dringend braucht, sind Erfolgserlebnisse und das am besten mit einem Überraschungssieg in Freiburg, wo man zuletzt vor 24 Jahren in der Bundesliga gewinnen konnte.
Betrachtet ihr die Berichterstattung rund um Borussia Mönchengladbach als fair? Schreibt es in die Kommentare!
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🖊 Autor: Jan David Busch
📷 Photo by IMAGO / STEINSIEK.CH
