War das Gladbachs Initialzündung?
Borussia Mönchengladbach hat sich mit dem überraschenden Sieg beim VfB Stuttgart im Bundesligakeller zurückgemeldet. Die Mannschaft von Alexander Blessin trotzte allen Wahrscheinlichkeiten und lieferte trotz zehn Ausfällen auf allen Ebenen (läuferisch, kämpferisch und hinsichtlich der Intensität) unter den gegebenen Voraussetzungen ein herausragendes Spiel. Selbst der gegnerische Trainer war von der Laufleistung der Fohlen überrascht, die 128 Kilometer gelaufen sind und damit deutlich mehr als der VfB Stuttgart.
Die Defensive überzeugt trotz zahlreicher Ausfälle
Auch die dezimierte Dreierkette, in der mit Itakura, Leszczynski und Itakura auf dem Papier die Stamminnenverteidigung fehlte, hinterließ einen sehr soliden Eindruck. Sander, Hashioka und Chiarodia verteidigten kompromisslos und schnörkellos. Ergänzt wurde die Dreierkette durch die beiden Schienenspieler Scally und Ullrich, die sowohl defensiv als auch offensiv eine starke Partie lieferten und läuferisch einiges abspulen mussten. Gerade Scally machte mit seinem Hackentor und seiner Vorlage vermutlich das beste Spiel, das er jemals im Gladbach-Trikot abgerufen hat.
Uno und Neuhaus als starke Achse im Mittelfeld
Auf der Doppelsechs ergänzten sich Uno und Neuhaus perfekt. Uno war in den Zweikämpfen sehr präsent und bereitete das 1:1 von Scally vor. Neuhaus konnte durch seine Ballsicherheit und Ruhe gerade in der zweiten Halbzeit das Spiel immer wieder beruhigen. Die Achse aus Neuhaus und Uno dürfte auch in den kommenden Spielen gesetzt sein.

Mohya, Bolin und Machino überzeugen in der Offensive
Auch vorne griff ein Rädchen ins andere. Der überragende Wael Mohya tanzte die Stuttgarter mehrfach auf der linken Seite aus und erzielte ein Tor und eine Vorlage. Auch Bolin zeigte sich stark formverbessert und sehr umtriebig, während Machino in der Sturmspitze eine starke Partie lieferte. Der Japaner schoss die Fohlen nicht nur in Führung, sondern dirigierte auch das Pressingverhalten.
War das Gladbachs Initalzündung?
Jetzt muss der Sieg zur Initialzündung werden
Durch den Sieg konnte Gladbach den Negativrekord des schlechtesten Saisonstarts, den jemals eine Bundesligamannschaft hingelegt hat, gerade noch so abwenden. Der Sieg darf aber auch nicht über die letzten Wochen hinwegtäuschen. Es muss nun die Initialzündung für die restliche Saison sein.
Bis zur Länderspielpause hat die Mannschaft von Alexander Blessin die Möglichkeit, sich vollständig wieder in der Bundesliga anzumelden. Unter der Woche geht es im Pokal gegen Karlsruhe. Das Spiel sollte man nutzen, um weiter Selbstbewusstsein zu sammeln, im Pokal weiterzukommen und wichtige Einnahmen zu generieren.
Im Heimspiel gegen Paderborn muss man dann nachlegen, um sich im Abstiegskampf wieder zu 100 Prozent zurückzumelden und beim letzten Spiel vor der Länderspielpause auswärts beim HSV noch einmal alles rauszuhauen. Wichtig wird auch sein, dass die verletzten Spieler rund um Castrop, Kühn, Honorat, Itakura, Leszczynski und Kleindienst in den kommenden Wochen zurückkehren und man weitestgehend von weiteren Rückschlägen verschont bleibt.
Der Klassenerhalt bleibt das große Ziel
Mit einer solchen Bereitschaft und Intensität wie gestern hat Gladbach die Chance, in dieser Saison die Klasse noch zu halten und den notwendigen Umbruch im Verein dann hoffentlich in der Bundesliga durchzuführen. Das Spiel gestern darf vielen Fans Hoffnung machen, doch es kann nur der Anfang sein.
Glaubt ihr, das war die notwendige Initialzündung? Schreibt es in die Kommentare!
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🖊 Autor: Jan David Busch
📷 Photo by IMAGO / Michael Weber

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