Gladbach: Im Winter schon für Liga 2 planen?

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Muss Gladbach für die 2. Liga planen? - IMAGO / HMB-Media

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Gladbach weiterhin punktlos – muss im Winter schon für die 2. Liga geplant werden?

Borussia Mönchengladbach steht nach sechs Bundesligaspieltagen weiterhin ohne einen einzigen Punkt am Tabellenende. Auch im Kellerduell gegen die TSG Hoffenheim konnte die Mannschaft von Alexander Blessin nicht punkten und verlor unter dem Strich verdient mit 1:2. Bis zur nächsten Länderspielpause stehen noch drei Partien an. Am kommenden Freitag geht es auswärts zum VfB Stuttgart, anschließend empfängt Borussia den SC Paderborn, bevor das Auswärtsspiel beim Hamburger SV ansteht. Um zumindest etwas Hoffnung zu bewahren, müsste die Mannschaft aus diesen drei Spielen mindestens vier Punkte holen. In der aktuellen Verfassung ist das allerdings nur schwer vorstellbar.

Gladbach fehlt es an Bundesligaqualität

Im gestrigen Spiel hatte man nicht das Gefühl, dass die Mannschaft nicht wollte. Vielmehr entstand der Eindruck, dass es schlichtweg an der notwendigen Bundesligaerfahrung und Qualität fehlt. Gegen ebenfalls kriselnde Hoffenheimer fehlte es erneut an defensiver Stabilität. Aber auch in der Offensive gelang es Borussia nur selten, längere Druckphasen aufzubauen. Nach dem Ausfall von Jan Leszczynski musste die Abwehrkette erneut umgebaut werden.

Zunächst rückte Philipp Sander in die Dreierkette, im weiteren Verlauf übernahm Daiki Hashioka eine Position in der Defensive. Dennoch fielen die Gegentore viel zu einfach. Mit Lukas Ullrich und Joe Scally auf den Schienen bekam Borussia defensiv kaum Zugriff. Bei beiden Gegentoren konnte sich Hoffenheim über die Außenbahnen durchkombinieren.

Droht auch Isac Lidberg ein Ausfall?

Nach dem erneuten Ausfall von Tim Kleindienst könnte Borussia nun der nächste Rückschlag bevorstehen. Isac Lidberg musste in der zweiten Halbzeit ausgewechselt werden. Da sich der Angreifer an den Oberschenkel fasste, besteht die Befürchtung, dass er sich ebenfalls eine Muskelverletzung zugezogen haben könnte. Eine genaue Diagnose liegt bislang allerdings nicht vor.

Die Verletzungssituation ist ohnehin dramatisch. Bereits gestern musste Borussia mit Jens Castrop, Nicolas Kühn, Enzo Leopold, Tim Kleindienst, Franck Honorat, Ko Itakura, Fritz Fleck und Jan Leszczynski auf sage und schreibe acht Spieler verzichten. Sollte nun auch Lidberg länger ausfallen, würde sich die ohnehin angespannte Personalsituation weiter verschärfen.

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Lidberg droht Verletzungspause –
IMAGO / Beautiful Sports International

Gladbach braucht dringend Punkte vor dem Winter

Borussia Mönchengladbach wird sich nach diesem Saisonstart wohl bis zum Ende der Spielzeit mit dem Abstiegskampf beschäftigen müssen. Vereine wie Elversberg, Hamburg und Bremen, die man eigentlich hinter sich lassen wollte, sind teilweise bereits um mehr als neun Punkte davongezogen. Gefühlt ist der Rückstand inzwischen kaum noch aufzuholen.

Gladbach müsste beinahe eine Siegesserie starten. Doch genau das ist dieser Mannschaft in ihrer aktuellen Verfassung kaum zuzutrauen. Bis zum Ende der Hinrunde müsste es Borussia aus unserer Sicht gelingen, zumindest zehn bis 15 Punkte einzufahren, um den Glauben an den Klassenerhalt aufrechtzuerhalten. Mit einer starken Rückrunde könnte dann vielleicht doch noch irgendwie der Verbleib in der Bundesliga gelingen.

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Wie viel Punkte holt Gladbach noch bis zum Ende der Hinrunde?

Muss Borussia im Winter bereits für die 2. Liga planen?

Sollte die notwendige Punkteausbeute ausbleiben, muss man sich im Winter ernsthaft eine unbequeme Frage stellen. Versucht Borussia mit riskanten Wintertransfers, beispielsweise Leihgeschäften, noch einmal alles, um den Klassenerhalt zu schaffen? Oder beginnt der Verein bereits damit, den Kader strukturiert auf eine mögliche Saison in der 2. Bundesliga auszurichten?

Das soll kein bewusst pessimistisches Szenario sein, sondern eine ehrliche Frage, mit der sich die Verantwortlichen im Winter möglicherweise auseinandersetzen müssen. Dazu gehört auch die Frage, wer bei einem möglichen Abstieg für den Neuaufbau des Vereins verantwortlich sein sollte. Aus unserer Sicht wären die bisherigen Verantwortlichen in einem solchen Szenario kaum zu halten. Borussia müsste sich dann möglicherweise auch personell grundlegend erneuern, um den Wiederaufstieg anzugehen.

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Bonhof wäre gescheitert – Copyright: Eibner-Pressefoto/Thomas Haesler EP_THR

Ist Gladbachs Kaderplanung gescheitert?

Vor der Saison hat man offenbar zu stark darauf gesetzt, dass Spieler wie Tim Kleindienst, Robin Hack und Franck Honorat wieder zu ihrer absoluten Topform finden würden. Gleichzeitig versuchte Borussia, Qualitätsspieler wie Yannik Engelhardt, Haris Tabaković, Rocco Reitz, Nico Elvedi und Gio Reyna durch kostengünstigere Transfers zu ersetzen. Auch dieser Plan ist bislang nicht aufgegangen. Keiner der bisherigen Neuzugänge konnte aus unserer Sicht nachhaltig überzeugen. Hinzu kommt die enorme Verletzungsmisere, die den ohnehin schwierigen Saisonstart zusätzlich verschärft.

Glaubt ihr, dass Gladbach bis zum Winter die notwendigen Punkte einfahren kann, um den Klassenerhalt noch zu sichern? Oder muss der Verein seinen Kader dann bereits auf die 2. Bundesliga ausrichten? Schreibt es in die Kommentare!

👉 Weitere News über Borussia Mönchenglabdach findet ihr auf BMG-News

🖊 Autor: Jan David Busch

📷 Photo by IMAGO / HMB-Media

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