Wie kann Gladbach gegen Hoffenheim gewinnen?
Am kommenden Wochenende steigt für Borussia Mönchengladbach das Kellerduell gegen die TSG Hoffenheim. Die Hoffenheimer konnten an den ersten fünf Spieltagen unter Trainer Christian Ilzer lediglich drei Punkte einfahren und stehen somit auf Platz 17 der Bundesliga.
Nach der Derbyniederlage herrscht bei den Fohlen Untergangsstimmung. Doch mit einem Heimsieg gegen die ebenfalls schwachen Hoffenheimer könnte Borussia zumindest die Hoffnung auf den Klassenerhalt und eine baldige Trendwende zurückbringen.
Gegen Köln zeigte Gladbach zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten
Im Derby gegen Köln gelang es der Mannschaft zumindest phasenweise, zu überzeugen. Borussia startete ordentlich in die Partie und konnte sich einige Abschlüsse erarbeiten. Dann übernahmen allerdings die Gastgeber die Kontrolle und erzielten in der 26. Minute nach einer kleineren Druckphase das 1:0. Die Fohlen steigerten sich anschließend erneut und kamen durch Joe Scally zum verdienten Ausgleich. Bis zur Pause waren die Gladbacher die stärkere Mannschaft.

Doch nach dem Seitenwechsel war das Spiel der Mannschaft von Alexander Blessin plötzlich wie abgeschnitten. Köln erarbeitete sich eine Großchance nach der anderen. Jan Leszczynski konnte zweimal in allerletzter Sekunde klären, doch schlussendlich wurde der Druck zu groß. Die Fohlen gerieten verdient mit 1:2 in Rückstand, auch wenn man bei der Entstehung des Treffers durchaus auf Foul hätte entscheiden können.
Dennoch war das Gegentor angesichts des Spielverlaufs nur eine Frage der Zeit. Gerade durch die Einwechslungen von Wael Mohya, Fritz Fleck und Zento Uno konnte Borussia noch einmal deutlich zulegen. Die Fohlen erspielten sich einige Chancen auf das 2:2, die Kölns Schlussmann Marvin Schwäbe teilweise überragend parierte. Dennoch musste sich Gladbach im Derby geschlagen geben.
Blessin muss die Mannschaft über 90 Minuten stabilisieren
Gegen Hoffenheim wird es vor allem darum gehen, über die gesamten 90 Minuten konstant aufzutreten. Borussia darf sich keine Phasen mehr erlauben, in denen die Mannschaft nur noch tief in der eigenen Hälfte steht und praktisch auf das Gegentor wartet. Gladbach muss aktiver und intensiver spielen und die Attribute, die Blessin fordert, noch deutlicher auf den Platz bringen als im Derby.
Personell dürfte sich auch in der Startelf etwas verändern. Tim Kleindienst wird nach aktuellem Stand in den Kader zurückkehren. Ko Itakura, Nicolas Kühn, Jens Castrop, Franck Honorat und Enzo Leopold werden hingegen weiterhin fehlen.
Uno, Mohya und Kleindienst als mögliche Startelf-Kandidaten
Das Spiel in Köln hat gezeigt, auf welche Spieler Borussia verstärkt setzen sollte, um endlich die ersten Punkte einzufahren. Die Dreierkette dürfte sich wohl kaum verändern. Möglicherweise könnte Philipp Sander für Daiki Hashioka in die Innenverteidigung rücken, um im zentralen Mittelfeld Platz für Zento Uno zu schaffen.
Uno könnte deutlich mehr Dynamik in das Spiel der Fohlen bringen. Robin Hack ist in dieser Saison noch nicht wirklich angekommen und hat im Derby aus unserer Sicht komplett enttäuscht. Daher könnte Wael Mohya für Hack in die Startelf rotieren.
Auch Isac Lidberg konnte bislang nicht wirklich überzeugen. Deshalb könnte Blessin gegen Hoffenheim auf Kapitän Tim Kleindienst zurückgreifen. Aus diesen Überlegungen ergibt sich eine mögliche veränderte Startelf für das Kellerduell.

Gladbach braucht eine stabile Defensive und mehr Durchschlagskraft
Auch gegen Hoffenheim wird es zunächst darauf ankommen, dass die Defensive stabil steht und möglichst die Null hält. Borussia darf sich keine Phasen wie in Köln erlauben, in denen man dem Gegner die komplette Kontrolle überlässt. Durch die vielen Verletzungen fehlt dem eigentlich großen Kader teilweise die notwendige Qualität.
Shuto Machino hat seit seinem Wechsel nach Gladbach aus unserer Sicht bislang noch kein Bundesligaformat gezeigt. Gegen Hoffenheim wird die Startelf das Spiel deshalb weitgehend selbst entscheiden müssen, da Borussia von der Bank aktuell nicht mehr viel nachlegen kann. Ein Hoffnungsträger könnte allerdings Fritz Fleck werden, der nach seiner Einwechslung in Köln ein starkes Spiel zeigte.
Gerade in der Rückwärtsbewegung fehlt es einigen Spielern jedoch weiterhin an der notwendigen Körperlichkeit.
Was erwartet ihr gegen Hoffenheim? Schreibt es in die Kommentare!
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🖊 Autor: Jan David Busch
📷 Photo by IMAGO / STEINSIEK.CH

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