Gladbach: Was ist 2026 noch möglich?
Borussia Mönchengladbach befindet sich derzeit wohl am Tiefpunkt einer fatalen sportlichen und finanziellen Entwicklung, die spätestens nach dem Abgang von Marco Rose im Sommer 2021 begonnen hat. Die Fohlen stehen nach neun Spieltagen mit lediglich vier Punkten abgeschlagen auf dem 18. Tabellenplatz. Der Verein weist dabei zahlreiche Merkmale eines klassischen Absteigers auf:
- Früher Trainerwechsel nach dem 3. Spieltag
- Systemwechsel zwischen Vierer- und Fünferkette
- Zahlreiche verletzte Spieler
- Viele Profis, die weit von ihrem Leistungslimit entfernt sind
- Eine finanziell schwer angeschlagene Situation
- Ein Präsidium und eine Geschäftsführung, die bei vielen Fans kaum noch Rückhalt genießen
Auch punktetechnisch dürfte man sich vom Trainerwechsel deutlich mehr versprochen haben. Alexander Blessin stand bislang in fünf Bundesligaspielen als Cheftrainer an der Seitenlinie und kommt auf einen Punkteschnitt von 0,8. Angesichts des verpatzten Saisonstarts ist dieser Schnitt für den Klassenerhalt deutlich zu wenig. Fußballerisch hat sich die Mannschaft unter Blessin zwar verbessert, doch bislang gelingt es den Fohlen nicht, in enorm wichtigen Begegnungen wie gegen Paderborn oder den Hamburger SV die überlebenswichtigen Siege einzufahren und den Rückstand auf die direkten Konkurrenten zu verkürzen.
Hat der Trainerwechsel auf Alexander Blessin etwas gebracht?
Gladbach: Fünf schwere Bundesligaspiele bis Weihnachten
Nun steht die Länderspielpause an, in der Alexander Blessin seine Mannschaft auf den Jahresendspurt vorbereiten muss. In der Bundesliga wartet auf Borussia Mönchengladbach noch ein anspruchsvolles Restprogramm:
- 10. Spieltag: Heimspiel gegen Borussia Dortmund
- 11. Spieltag: Auswärtsspiel bei Werder Bremen
- 12. Spieltag: Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen
- 13. Spieltag: Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt
- 14. Spieltag: Auswärtsspiel beim FC Schalke 04
Das Mindestziel für die verbleibenden Bundesligaspiele im Jahr 2026 sollte aus unserer Sicht sein, das Punktekonto auf insgesamt zehn Zähler zu erhöhen. Dafür müsste Borussia aus den fünf Begegnungen noch mindestens zwei Siege einfahren. Ein Schlüsselspiel dürfte kurz vor Weihnachten das Auswärtsspiel auf Schalke werden. Gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf könnte es bereits um enorm viel gehen. Sollte Borussia auch diese Partie verlieren, dürften die Hoffnungen auf den Klassenerhalt einen weiteren schweren Rückschlag erleiden.

Im neuen Jahr warten dann noch die Begegnungen gegen Bayern München (Heimspiel), den FC Augsburg (Auswärtsspiel) und Union Berlin (Heimspiel), bevor die Hinrunde abgeschlossen ist. Dass Borussia Mönchengladbach selbst nach einer katastrophalen Hinserie noch den Klassenerhalt schaffen kann, haben die Fohlen bereits unter Hans Meyer und Lucien Favre bewiesen. Damals standen nach der Hinrunde lediglich zehn beziehungsweise elf Punkte auf dem Konto.
DFB-Pokal und Wintertransfers als zusätzliche Herausforderungen
Doch zunächst muss Borussia überhaupt erst einmal eine vergleichbare Punkteausbeute erreichen. Zusätzlich steht am 1. Dezember das Achtelfinale im DFB-Pokal gegen Darmstadt auf dem Programm. Ein Einzug ins Viertelfinale wäre nicht nur sportlich wichtig, sondern würde dem finanziell angeschlagenen Verein auch zusätzliche Einnahmen bescheren. Diese könnten möglicherweise dabei helfen, im Winter noch einmal qualitativ auf dem Transfermarkt nachzulegen.
Nach den bisherigen Berichten soll Borussia sowohl für die Innenverteidigung als auch für das zentrale Mittelfeld nach Verstärkungen suchen. Gleichzeitig müssen allerdings auch einige Spieler abgegeben werden, da der Kader weiterhin zu groß ist.
Eine weitere Hoffnung liegt auf der personellen Entspannung während der Länderspielpause. Spieler wie Kevin Diks, Franck Honorat, Jens Castrop und Ko Itakura sollen nach ihren Verletzungen möglichst wieder ein Fitnesslevel von 100 Prozent erreichen. Zudem könnten mit Tim Kleindienst, Jan Leszczynski und Nicolas Kühn drei weitere Profis in den Kader zurückkehren. Alexander Blessin hofft, dass Borussia beim Heimspiel gegen Dortmund lediglich auf die beiden langfristig verletzten Enzo Leopold und Lukas Ullrich verzichten muss.

Gladbach braucht eine herausragende Rückrunde
Nach dem katastrophalen Start in die Saison zeichnet sich bereits jetzt ab, dass Borussia Mönchengladbach eine herausragende Rückrunde spielen muss, um den Klassenerhalt noch zu sichern. Aus unserer Sicht könnte dafür ein Punkteschnitt von etwa 1,5 notwendig sein. Das würde rund 25 Punkte in der Rückrunde bedeuten, eine Ausbeute, die angesichts der aktuellen Verfassung nur schwer vorstellbar erscheint.
Umso entscheidender wird sein, mit wie vielen Punkten Borussia die Hinrunde abschließt. Die Fohlen müssen sich bis dahin eine möglichst gute Ausgangslage für die zweite Saisonhälfte erarbeiten, selbst wenn es am Ende zunächst nur darum gehen sollte, den Relegationsplatz zu erreichen.
Wie viele Punkte traut ihr Borussia Mönchengladbach in den fünf verbleibenden Bundesligaspielen des Jahres 2026 noch zu? Schreibt eure Einschätzung in die Kommentare!
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🖊 Autor: Jan David Busch

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