Gladbach: Geht es nur noch um die Relegation?

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Borussia geht in Hamburg unter - Photo by Selim Sudheimer/Getty Images

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Gladbach: Geht es nur noch um die Relegation?

Borussia Mönchengladbach musste gestern beim Hamburger SV bereits die siebte Saisonniederlage nach neun Spieltagen hinnehmen und bleibt damit weiterhin auf dem 18. Tabellenplatz. Gegen den HSV hatten die Fohlen die Möglichkeit, vorübergehend auf Platz 16 zu springen. Doch schon früh in der Partie wurde deutlich, dass es Borussia an diesem Abend sowohl an defensiver Stabilität als auch an Abschlussqualität fehlte. Bereits in der Anfangsphase musste Daniel Batz zweimal entscheidend eingreifen. Den sehenswerten Hamburger Führungstreffer durch Muheim konnte allerdings auch der erfahrene Schlussmann nicht verhindern. Den Fohlen fehlte in der Defensive schlichtweg der Zugriff. Die ersatzgeschwächten Hamburger hatten immer wieder viel zu große Räume, um sich durch das Mittelfeld zu kombinieren und gefährliche Abschlüsse zu suchen.

Gladbach: Fehlt der Offensive die nötige Qualität?

Auf der anderen Seite mangelte es Borussia vor dem gegnerischen Tor an der nötigen Konsequenz. Shuto Machino hätte die Gladbacher bereits in den ersten fünf Minuten in Führung bringen können. Von der Strafraumgrenze setzte er jedoch einen letztlich relativ harmlosen Schuss ab. Die Abschlussschwäche zog sich anschließend durch die gesamte Partie. Laut Sofascore verzeichnete die Mannschaft von Alexander Blessin sogar mehr Abschlüsse als der Hamburger SV. Doch aktuell fehlt Borussia ein echter Torjäger. Teilweise vergaben die Fohlen ihre Möglichkeiten geradezu kläglich. Da stellt sich zwangsläufig die Frage, ob Borussia Mönchengladbach ein grundsätzliches Stürmerproblem hat. Nach neun Spieltagen kommen Tim Kleindienst, Isac Lidberg und Shuto Machino zusammen auf lediglich drei Treffer. Nun ruhen die Hoffnungen nach der Länderspielpause erneut auf Tim Kleindienst, der nach einer weiteren Verletzung in den Kader zurückkehren soll.

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Hat Gladbach ein Stürmerproblem?

Ko Itakura: Ein Auftritt mit bitteren Folgen

Mit Ko Itakura stand gestern zudem ein Spieler auf dem Platz, dessen Leistung weit von dem entfernt war, was man von einem bundesligatauglichen Verteidiger erwarten muss. Der Japaner wurde in mehreren Eins-gegen-eins-Situationen regelrecht ausgespielt und handelte sich bereits in der 38. Minute eine relativ unnötige Gelbe Karte ein. Trotz seiner aus unserer Sicht katastrophalen ersten Halbzeit stand Itakura auch nach der Pause weiterhin auf dem Platz. Und es kam, wie es kommen musste. Der Japaner beging erneut ein taktisches Foul und wurde mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Auch Alexander Blessin musste nach der Partie einräumen, dass es besser gewesen wäre, Itakura bereits zur Halbzeit auszuwechseln. Allerdings darf man von einem erfahrenen Spieler wie Itakura auch erwarten, dass er sich gar nicht erst in eine solche Situation bringt. Der 29-Jährige ist seit seiner Rückkehr für 3,5 Millionen Euro bislang ein Schatten seiner selbst. Seine aktuellen Leistungen entsprechen aus unserer Sicht nicht ansatzweise den Anforderungen der Bundesliga.

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Itakura sieht rot – IMAGO / Justus Stegemann

Gladbach: Muss der Relegationsplatz jetzt das Ziel sein?

Borussia Mönchengladbach geht als Tabellenletzter in die Länderspielpause. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt bereits fünf Punkte. Wenn man die aktuelle Situation realistisch einordnet, muss es aus unserer Sicht zunächst darum gehen, den Relegationsplatz nicht aus den Augen zu verlieren und ihn als klares Ziel zu definieren. Nach der Länderspielpause empfangen die Fohlen Borussia Dortmund. Anschließend folgen zwei schwere Auswärtsspiele bei Werder Bremen und Bayer Leverkusen. Angesichts der bisherigen Saisonleistungen fällt es schwer, sich vorzustellen, dass Borussia aus diesen drei Begegnungen viele Punkte mitnehmen wird. Vor Weihnachten stehen dann noch zwei wichtige Bundesligaspiele auf dem Programm. Zuhause gegen Eintracht Frankfurt und auswärts beim FC Schalke 04. Gerade in Gelsenkirchen könnte es für die Fohlen bereits um enorm viel gehen, wenn sie sich die Chance auf den Relegationsplatz bewahren wollen. Zudem trifft Borussia am 1. Dezember im heimischen Borussia-Park im Achtelfinale des DFB-Pokals auf Darmstadt. Auch wenn diese Begegnung sportlich und finanziell wichtig ist, weil der Einzug ins Viertelfinale zusätzliche Einnahmen ermöglichen würde, dürfte der Pokal angesichts der dramatischen Situation in der Bundesliga kaum im Mittelpunkt stehen.

Borussia braucht einen grundlegenden Neuanfang

Borussia Mönchengladbach wirkt derzeit wie eine einzige Großbaustelle. Dennoch darf Aufgeben keine Option sein. Der Relegationsplatz muss aus unserer Sicht nun das klare Ziel sein, um irgendwie den Klassenerhalt zu schaffen. Langfristig wird Borussia allerdings nur dann wieder eine Perspektive haben, wenn sich der Verein grundlegend neu aufstellt unabhängig davon, in welcher Liga die Fohlen künftig spielen.

Wie beurteilt ihr die aktuelle Lage bei Borussia Mönchengladbach? Ist der Relegationsplatz inzwischen das realistische Ziel oder glaubt ihr weiterhin an den direkten Klassenerhalt? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!

👉 Weitere News über Borussia Mönchenglabdach findet ihr auf BMG-News

🖊 Autor: Jan David Busch

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