Gladbachs Chaos-Analyse nach der Heimpleite gegen Elversberg
Nach der 3:4-Heimpleite liegen die Nerven bei Borussia Mönchengladbach bereits vollkommen blank. Nachdem die Mannschaft in der ersten Halbzeit teilweise erfrischenden Offensivfußball gespielt hatte, mit zwei Toren, einem Abseitstor und einigen weiteren Gelegenheiten, ging die Mannschaft von Eugen Polanski verdient mit einer knappen Führung in die Pause. Doch bereits beim zwischenzeitlichen Gegentor zum 1:1 zeichnete sich ab, dass die defensive Zuordnung und Absicherung nicht passt und Itakura noch weit von dem Niveau entfernt ist, wie man ihn einst in Gladbach kannte.
Nach der Pause hätte es eigentlich nicht besser für das Team von Polanski laufen können. Nach einem ansehnlichen Angriff über Honorat und Scally erzielte der Amerikaner das 3:1 und es hätte zu einem guten Heimauftakt werden können. Doch was dann folgte, machte viele Fans sprachlos. Die Mannschaft verlor komplett den Faden. Auch die Einwechslungen und die Umstellungen in der Viererkette sorgten dafür, dass Borussia eine 3:1-Führung gegen einen Aufsteiger komplett verspielte. Keine Zuordnung mehr, Defensivverhalten wie ein Absteiger und unter dem Strich steht ein verdienter Auswärtssieg für Elversberg.
Schröder und Kleindienst mit deutlichen Aussagen
Was danach in den Interviews folgte, war ein Spiegelbild der aktuellen Situation des Vereins. Sportchef Rouven Schröder stellte durch die Aussage „Der Verein, die Spieler, der Trainer, wir alle stehen unter Druck“ nach bereits zwei Spieltagen alles infrage, was man sich über die letzten Wochen und Monate versucht hat zu erarbeiten. Kapitän Tim Kleindienst legte nach seiner Aussage in Leipzig, als er der Mannschaft unterstellte, „Kinderfußball“ zu spielen, noch einmal verbal nach. Dabei kritisierte er nicht die Mannschaft in ihrer Gesamtheit, sondern ging gezielt auf die jüngeren Spieler ein und stellte infrage, „ob was im Gehirn nicht stimmt, zu viele TikTok-Videos geschaut werden und dass man nach drei bis vier Fehlern irgendwann mal lernen müsse“.
Somit treibt der Kapitän einen Keil ins Team, anstatt die Mannschaft im Ganzen zu kritisieren. Die Quittung gab es auch von den Fans, die die Mannschaft bereits am zweiten Spieltag ausgepfiffen haben. Dabei war durch die ganzen Transfers, die Systemumstellung und die Aussagen des Vereins, einen anderen Fußball spielen zu wollen, im Vorfeld der Saison eine gewisse Euphorie entstanden. Diese ist nun ins komplette Gegenteil umgeschlagen.

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Bereits am zweiten Spieltag stellt sich die Trainerfrage
Nun stellt sich nach einem solchen Heimspiel bereits am zweiten Spieltag erneut die Trainerfrage. Mit einem Punkteschnitt von 1,12 pro Spiel ist Polanski der schwächste Trainer seit Michael Frontzeck und trotzdem hat man im Sommer an ihm festgehalten.
Im nächsten Spiel tritt Borussia Mönchengladbach auswärts in Freiburg an. Dort hat Gladbach zuletzt 2002 in der Bundesliga mit 1:0 durch Arie van Lent gewonnen. Das Spiel wird Polanski wohl noch bekommen. Sollte es dort die traditionelle Niederlage hageln, dürfte wohl Co-Trainer Jan-Moritz Lichte interimsweise im Heimspiel gegen Mainz übernehmen.
Ein beängstigendes Bild, das der Verein nach bereits zwei Spieltagen abgibt.
Wie beurteilt ihr die Situation von Borussia Mönchengladbach, nachdem ihr eine Nacht darüber geschlafen habt? Schreibt es in die Kommentare!
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🖊 Autor: Jan David Busch
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