Kann Kühn Gladbach weiterhelfen?
Nach der Verpflichtung von Nicolas Kühn stellt sich die Frage, inwieweit der 26-Jährige den Gladbachern in dieser Saison weiterhelfen kann. Der Flügelstürmer ist mit einem Marktwert von zehn Millionen Euro auf Anhieb der zweitwertvollste Spieler im Kader von Eugen Polanski. Kühn ist auf dem rechten Flügel zu Hause und ein Spieler, der gerne in die Mitte zieht und mit seinem starken linken Fuß den Abschluss sucht. Vom Profil her ist er ein komplett anderer Spielertyp als Honorat, obwohl beide auf dem rechten Flügel spielen.
Honorat sucht mit seinem Tempo immer wieder die Grundlinie beziehungsweise versucht, Schnittstellenpässe zu erlaufen. Kühn hingegen ist ein Tempodribbler, der gerne ins Eins-gegen-eins geht und den Abschluss sucht.
Kühn kann in der Gladbach-Offensive mehrere Positionen spielen
Kühn ist in der Offensive im Gegensatz zu Honorat deutlich variabler einsetzbar. In seiner Karriere hat Kühn bereits auf der Mittelstürmerposition, auf dem linken Flügel und als Zehner gespielt. In einem 4-2-3-1-System kann der ehemalige deutsche U-Nationalspieler alle Positionen in der Offensive bekleiden.
Nachfolgend eine mögliche Aufstellung mit Kühn:

Wird es für Machino jetzt noch schwieriger in Gladbach?
Durch den Transfer von Kühn dürfte es gerade für Shuto Machino enorm schwer werden, auf Spielzeit zu kommen. Die Stürmerposition ist durch Kleindienst, Lidberg und auch den jungen Danfa geblockt. In der offensiven Dreierkette hat man mit Hack, Kühn, Mohya, Bolin, Honorat, Neuhaus, Stöger und auch Fleck genügend Optionen. Daher dürfte es für Machino immer schwieriger werden, überhaupt in den Kader zu rücken. Sollte sich diese Einschätzung bis zum Winter bestätigen, muss sich Rouven Schröder überlegen, ob man den japanischen Nationalspieler womöglich abgeben muss, um ihm Spielpraxis zu ermöglichen.
Auch für Neuhaus wird die Konkurrenz größer
Auch für Neuhaus dürfte durch den Einkauf von Kühn sowie die Rückkehr von Zento Uno im zentralen Mittelfeld und den aufstrebenden Mathieu Nguefack kaum noch Platz im Kader sein. Daher wird das Thema Kaderverkleinerung auch im Winter wieder eine Rolle spielen. Mit Kühn jedoch hat sich Borussia einen echten Qualitätsspieler gesichert, der die Mannschaft weiterbringen kann.
Gladbach-Startelf gegen Elversberg noch offen
Ob der 26-Jährige gegen Elversberg direkt in der Startelf steht, bleibt abzuwarten. Heute wird Kühn zum ersten Mal mit der Mannschaft trainieren und am Samstag zumindest im Kader stehen. Borussia benötigt nach der Auftaktniederlage gegen Leipzig zwingend einen Heimsieg gegen den Aufsteiger, damit nicht direkt zu Saisonbeginn Unruhe am Borussia-Park entsteht.
Wie würdet ihr am Samstag aufstellen? Schreibt es in die Kommentare oder nutzt den kostenlosen Squad Builder!
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🖊 Autor: Jan David Busch
📷 Photo by Marco Luzzani/Getty Images
