20 Millionen Plus! Gladbachs Transfersommer im Check

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Gladbachs Transfercheck - IMAGO / Kirchner-Media

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Gladbachs Transferfazit – hat Rouven Schröder geliefert?

Borussia Mönchengladbach hat eine lange und schwierige Transferphase hinter sich. Gladbachs Sportchef Rouven Schröder musste mit einem kleinen Budget den Kader komplett neu strukturieren. Insgesamt konnte der 50-Jährige einen Transferüberschuss von 20 Millionen Euro erzielen, was für Borussia existenziell war, nachdem man in den vergangenen Geschäftsjahren einen Verlust ausweisen musste. Diese Saison soll sowohl finanziell als auch sportlich als Übergangssaison gelten, um ab 2027 wieder die obere Tabellenhälfte anzugreifen und finanziell robuster aufgestellt zu sein. Im Jahr 2027 laufen mit Florian Neuhaus, Joe Scally und Kevin Stöger weitere Verträge von Topverdienern aus, um die Personalkosten dem sportlichen Status quo anzupassen.

Zehn Neuzugänge für Borussia Mönchengladbach

Mit Herold, Lidberg, Itakura, Leszczynski, Uno, Batz, Leopold, Konoplya, Hashioka und Kühn präsentierte Schröder zehn Neuzugänge. Relativ schnell wurden viele Transfers eingetütet, was für eine gut geplante Transferphase spricht. Zudem reagierte der Sportchef schnell auf Verletzungen wie beispielsweise die von Konoplya und verpflichtete kurzerhand den japanischen Nationalspieler Hashioka per Leihe. Auch nach dem schwachen Saisonstart in Leipzig legte Gladbach noch einmal mit einem für Borussia-Verhältnisse echten Hochkaräter wie Nicolas Kühn nach.

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Kühn ein Unterschiedsspieler für Gladbachh? – Photo by Marco Luzzani/Getty Images

Zentrales Mittelfeld bleibt Gladbachs Fragezeichen

Ob der Kühn-Transfer zustande gekommen wäre, wenn Schröder von dem drohenden Ausfall von Leopold gewusst hätte, ist fraglich. Der 26-Jährige hat sich laut mehreren Medienberichten einen Kreuzbandriss zugezogen und fällt damit mindestens sechs Monate aus. Doch auch ohne den Leopold-Ausfall ist das zentrale Mittelfeld der einzige Mannschaftsteil, in dem man sich zumindest auf dem Papier nicht verstärken konnte, sondern eher schwächer besetzt ist. Im Sommer haben mit Reitz und Engelhardt die Stammspieler im Mittelfeld den Verein verlassen. Als Ersatz auf dieser Position wurden lediglich Leopold ohne jegliche Bundesliga-Erfahrung und Zento Uno aus Japan verpflichtet, der auf europäischem Niveau noch nie gespielt hat.

So kam es im ersten Spiel dazu, dass mit Sander und Stöger zwei Spieler die Doppelsechs gebildet haben, die im vergangenen Jahr auf dieser Position kaum eingesetzt wurden.

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Nguefack könnte zum großen Gewinner werden

Durch die Verletzungen von Castrop und Leopold rückt nun ein Spieler in den Fokus, den wohl nur wenige vor der Vorbereitung auf dem Zettel hatten. Mathieu Nguefack hat nicht nur die U17 von Gladbach als Kapitän zur deutschen Meisterschaft geführt, sondern ist darüber hinaus ein hochveranlagter Spieler, der kurz vor seinem Durchbruch steht. Durch die Verletzung von Enzo Leopold wird ein Startelfeinsatz am Wochenende gegen Elversberg immer wahrscheinlicher. Ob die Kaderplanung im zentralen Mittelfeld von Schröder jedoch optimal war, werden die nächsten Wochen zeigen.

Gladbach verstärkt sich auf den Außenverteidigerpositionen

Ansonsten konnte man sich in fast allen anderen Mannschaftsteilen verstärken. Im Tor hat man neben Moritz Nicolas mit Daniel Batz einen enorm starken Backup verpflichtet und das Torhüterduo dürfte als eines der besten in der Bundesliga gelten. Mit Herold, Konoplya und Hashioka hat man sich gleich dreifach auf den Außenverteidigerpositionen verstärkt. Hier wird man jedoch noch sehen müssen, ob die Neuverpflichtungen das Team wirklich auf ein neues Niveau heben können. Zudem fallen Konoplya und Hashioka weiterhin verletzungsbedingt aus, weshalb gegen Elversberg womöglich der eigentliche Verkaufskandidat Joe Scally in der Startelf stehen dürfte.

Elvedi-Abgang ist kaum aufzufangen

In der Innenverteidigung hat man die Abgänge von Gladbach-Legende Elvedi, Kota Takai und Marvin Friedrich mit Ex-Borusse Ko Itakura und Jan Leszczyński kompensiert. Gerade der junge Pole hat in der Vorbereitung einen hervorragenden Eindruck hinterlassen und viele Fans haben ihn bereits in der Startelf gegen RB Leipzig vermisst. Ein Abgang von Elvedi ist nicht aufzufangen, aber im Rahmen der Möglichkeiten hat man sich auch in der Innenverteidigung gut und mit Leszczyński jünger aufgestellt.

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Starkes Debüt von Elvedi –
IMAGO / News Images

Gladbach setzt auf eine starke Offensive

In dieser Saison sucht man sein Heil wohl in der Offensive. Mit Hack und Kleindienst kehren zwei Leistungsträger nach langen Verletzungen zurück und verstärken die Mannschaft im Verhältnis zur vergangenen Saison enorm. Zudem hat man mit Mohya und Bolin nun endlich zwei Hoffnungsträger in der Offensive, die in dieser Saison ihren Durchbruch schaffen sollen. Auf dem Transfermarkt hat man qualitativ mit Kühn und Lidberg noch einmal hochwertig nachgelegt.

Dazu kommen mit Honorat, Machino, Danfa und Fleck noch viele weitere Optionen. Der Offensivbereich ist auf jeden Fall qualitativ besser und breiter aufgestellt als im vergangenen Jahr und man hat die Abgänge von Tabakovic und Reyna gut kompensiert.

Schröder verfehlt sein Ziel bei der Kadergröße

Ein Ziel, das Schröder verfehlt hat, ist das Thema Kaderverkleinerung. Aktuell gehören dem Profikader 31 Spieler an. Cvancara steht noch kurz vor einem Abgang, weshalb sich die Anzahl in den nächsten Tagen noch auf 30 Lizenzspieler verkleinern könnte. Vor einigen Wochen nannte der Sportchef einen Zielwert von rund 25 Profis. Davon ist man trotz einiger Abgänge noch relativ weit entfernt. Wechselwillige Spieler wie Scally und Honorat konnten nicht verkauft werden und auch das Thema Florian Neuhaus konnte nicht gelöst werden.

Mit Jan Olschowsky steht zudem noch ein vierter Keeper im Kader, für den man ebenfalls noch eine Lösung sucht. Hier konnte Schröder seine gesteckten Ziele bisher nicht erreichen und daher dürfte auch im Winter der Fokus auf der Abgangsseite liegen. Gerade Scally dürfte mit Vertragsende 2027 ein klarer Verkaufskandidat im Winter sein. Auch Shuto Machino dürfte nach der Verpflichtung von Kühn kaum eine sportliche Perspektive haben, weshalb man sich im Winter auch für den Japaner eine Lösung überlegen muss.

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Machino muss um Kaderplatz bangen – Photo by Lars Baron/Getty Images

Neue Gehaltsstruktur bei Borussia

Was Schröder allerdings geschafft hat, ist, eine neue Gehaltsstruktur zu implementieren: niedriges Grundgehalt mit einem hohen Leistungsanteil, um den Konkurrenzkampf zusätzlich anzuheizen. Mit Reitz, Elvedi, Reyna, Omlin, Friedrich und Ngoumou wurden einige absolute Topverdiener abgegeben und die Personalkosten gesenkt. Die Gehaltskosten weiter zu optimieren, wird auch in den kommenden Transferperioden ein Thema sein.

Unter dem Strich hat Schröder gute Arbeit geleistet. Allerdings konnte er eines der gesteckten Ziele „Die Kaderverkleinerung“ nicht erreichen. Ob das zentrale Mittelfeld qualitativ gut genug besetzt ist, wird die Saison zeigen.

Wie beurteilt ihr die Arbeit von Rouven Schröder? Schreibt es in die Kommentare!

👉 Weitere News über Borussia Mönchenglabdach findet ihr auf BMG-News

🖊 Autor: Jan David Busch

📷 Photo by IMAGO / Kirchner-Media

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