Bayern München hat im Kalenderjahr 2025 ein Bundesligaspiel verloren, und das war gegen den VfL Bochum am 08.03. Der VfL war zu diesem Zeitpunkt in ähnlichen Tabellenregionen wie aktuell Gladbach. Außerdem ist Gladbach historisch gesehen der Angstgegner des Rekordmeisters. Selten brauchte die Borussia einen Sieg dringender. Ob das realistisch ist, wie die wahrscheinliche Aufstellung ist und wie die Bayern zu schlagen sind, besprechen wir jetzt in der Bayern-vs.-Gladbach-Spielvorschau.
Die Ausfälle
Tim Kleindienst Comeback wurde zuletzt nocheinmal auf frühestens nach der nächsten Länderspielpause datiert. Ngoumou und Hack fallen weiterhin auf den Flügeln aus. Ansonsten entspannt sich die Verletzungslage am Borussia-Park. Chiarodia, Machino, Reyna und Honorat sind alle wieder im Mannaschaftstraining. Insbesondere die letzteren sollten für einen Startelf Einsatz fit genug sein.
Die Aufstellung
Die Abwehr:
Das Experiment Marvin Friedrich ist gescheitert, und Chiarodia wird noch nicht fit genug sein. Deshalb spricht alles für eine Rückkehr der Viererkette, solange Honorat nicht wieder als rechter Flügelverteidiger eingesetzt werden würde. Links hinten hat für mich weiterhin Netz die Nase vorn, ohne restlos überzeugt zu sein. In der Mitte bleiben aus Mangel an Alternativen Elvedi und Diks. Ebenfalls ohne Konkurrenz ist Scally hinten rechts. Experimente wird man nicht eingehen, um nicht unter die Räder zu kommen.
Das Mittelfeld:
Reitz, Castrop und Engelhardt sind für mich gesetzt. Nun ist die Frage, ob Honorat und Reyna wieder fit sind. Ansonsten wären das für mich die klaren Kandidaten für die Außenpositionen. Allerdings ist Reyna so verletzungsanfällig, dass man behutsam sein wird, ihn wieder an den Spielbetrieb heranzuführen. Außerdem muss gegen einen Gegner wie Bayern die Mitte kompakt bleiben, weshalb für mich Sander in die Startelf gehört. Einem Neuhaus fehlt die defensive Physis. Er hat zudem nicht die Form von Castrop und das Tempo von Honorat, was bei einem so hochstehenden Gegner wie den Bayern elementar ist.
Der Stürmer:
An Tabakovic führt aktuell nichts vorbei. Zwar halte ich ihn für den falschen Spielertypen gegen die Bayern, da es Vertikalität im Gladbach-Spiel braucht. Jedoch ist Machino nicht fit und in Form. Auch Urbich wird das Niveau für einen Gegner wie Bayern noch nicht haben.
Deshalb sähe meine Aufstellung wie folgt aus:

Der Gegner
Bayern München ist aktuell eine der drei besten Mannschaften der Welt. Egal ob in der Champions League oder in der Bundesliga – niemand konnte Punkte holen, wenn es gegen die Jungs aus München ging.
Kompany lässt Bayern einen hochintensiven Gegenpressing-/Ballbesitz-Stil spielen und erntete mit der ersten Vertragsverlängerung eines Bayern-Trainers seit Louis van Gaal entsprechend sein Lob. Keine Mannschaft, selbst der BVB, sah ein Land gegen sie. Also, wo ist da die Chance?
Die Chance
Rotation ist das Stichwort. Mit Urbig wird laut Bild nicht Neuer im Tor stehen. Und auch durch das Champions-League-Spiel unter der Woche dürfte es in Bayerns Startaufstellung zu Rotationen kommen. Die hohe Kette aus Upamecano und Tah spielte fast jedes Spiel. Sollte es zu Rotation kommen und ein Kim in der Innenverteidigung zum Zug kommen, könnte das Gladbachs Chance bei Kontern sein.
Das Ziel bei Gladbach wird aber sicherlich nicht der Sieg sein, sondern defensive Sicherheit – nicht unterzugehen wie gegen Frankfurt. Man darf keinen erneuten Mentalitätsdämpfer erhalten. Das Spiel gegen Union war in gewisser Art und Weise für die Hoffnung der Sargnagel. Gegen eine unterdurchschnittliche Bundesliga-Elf so zu verlieren, darf nicht passieren. Jetzt muss man es sich selbst, aber auch den Fans beweisen, dass man es besser kann.
Mein Tipp:
Ganz realistisch muss ich auf Bayern Tippen. Nicht einmal der BVB konnte gegen sie Punkten. Trotzdem stirbt die Hoffnung zuletzt 2:2 durch Tore von Machino und Reitz.
👉 Doch was sagt ihr? Traut ihr Gladbach etwas in dem Spiel zu oder heißt es Schadensbegrenzung? Schreibt es in die Kommentare!
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🖊 Autor: Mika Heerink
📷 Photo by Alex Grimm/Getty Images
