Reyna, Stöger und Neuhaus: Gladbach vor wichtigen Entscheidungen
Borussia Mönchengladbach befindet sich bereits mitten in der Kaderplanung für die kommende Saison. Der Wechsel von Rocco Reitz zu RB Leipzig ist fix, zudem läuft der Vertrag von Marvin Friedrich aus und wird voraussichtlich nicht verlängert. Auch die Leihen von Tabakovic, Takai, Engelhardt und Sarco enden im Sommer. Sportchef Rouven Schröder kündigte bereits einen größeren Umbruch an. Ziel ist es, neue Werte zu schaffen und die Mannschaft so aufzustellen, dass Gladbach künftig nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun hat.
Offensives Mittelfeld im Fokus
Im Zentrum der Überlegungen stehen Kevin Stöger, Florian Neuhaus und Giovanni Reyna. Drei Spieler, die auf ähnlichen Positionen eingesetzt werden, jedoch mit einem ungünstigen Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag. Gemeinsam verdienen die drei Akteure rund 10 Millionen Euro pro Jahr, stehen in dieser Bundesliga-Saison bislang aber nur bei insgesamt vier Scorern. Dieses Überangebot im offensiven Mittelfeld soll im Sommer aufgelöst werden auch, weil mit Wael Mohya bereits ein vielversprechender Spieler für diese Position bereitsteht.
Florian Neuhaus vor Abschied?
Florian Neuhaus erhielt nach der Entlassung von Trainer Seoane noch einmal eine faire sportliche Chance. Der 29-Jährige kommt in dieser Saison auf 13 Einsätze und einen Assist. Nach einer ordentlichen Phase zur Saisonmitte ist Neuhaus zuletzt jedoch kaum noch gefragt. Unter mehreren Trainern konnte er sich nicht nachhaltig durchsetzen, weshalb eine Trennung im Sommer für alle Seiten sinnvoll erscheint.
Sein Vertrag läuft noch bis 2027, bei einem Jahresgehalt von rund 4 Millionen Euro. Ein Verkauf gestaltet sich allerdings schwierig, da Gladbach möglicherweise einen Teil des Gehalts in die Ablöse einrechnen müsste. Klar ist: Sportlich spielt Neuhaus aktuell keine große Rolle mehr.

Kevin Stöger kein Zukunftsprojekt
Kevin Stöger wechselte im Sommer 2024 ablösefrei nach Gladbach und steht ebenfalls noch bis 2027 unter Vertrag. Eine Klausel könnte seinen Vertrag sogar bis 2028 verlängern, sollte er eine bestimmte Anzahl an Spielen absolvieren. In der aktuellen Saison ist der 32-Jährige zwar ein wichtiger Faktor, jedoch kein Spieler für die langfristige Zukunft. Mit 22 Einsätzen und zwei Scorern bleibt seine Bilanz überschaubar.
Ein Abgang im Sommer erscheint daher realistisch, zumal sich Gladbach nach dem Reitz-Verkauf im Mittelfeld neu aufstellen möchte.

Reyna mit Potenzial – aber Verletzungsprobleme
Das größte Potenzial bringt Giovanni Reyna mit. Seine spielerischen Fähigkeiten sind unbestritten, doch wiederkehrende Verletzungen verhindern bislang den Durchbruch. Zwischen dem 7. und 18. Spieltag war Reyna regelmäßig im Einsatz und zeigte seinen Einfluss auf das Gladbacher Spiel sowohl in der Startelf als auch als Joker. Doch zu Jahresbeginn folgte erneut eine Muskelverletzung, die ihn fünf Spiele kostete.
Seit seiner Rückkehr wartet er nun seit vier Partien auf Einsatzzeit. Trainer Polanski bescheinigt ihm dennoch starke Trainingsleistungen. Auch US-Nationaltrainer Mauricio Pochettino setzt weiterhin auf den kreativen Mittelfeldspieler. Sollte Reyna im Saisonendspurt fit bleiben und bei der kommenden WM überzeugen, könnte ein Verbleib durchaus sinnvoll sein. Klar ist: Bleibt Reyna verletzungsfrei, kann er Gladbach sportlich weiterhelfen.

Was meint ihr: Auf welche Spieler sollte Borussia Mönchengladbach in der kommenden Saison setzen? Schreibt es in die Kommentare!
🖊 Autor: Jan David Busch
📷Photo by Christof Koepsel/Getty Images
