Gladbach: Blessin genervt von der Verletzungssituation!
Borussia Mönchengladbach kämpft in dieser Saison erneut mit großen Verletzungsproblemen. Am Freitag gegen den Hamburger SV werden mit Tim Kleindienst, Jan Leszczynski, Enzo Leopold, Hugo Bolin, Moritz Nicolas und Nicolas Kühn erneut sechs Spieler ausfallen. Zwar sind in den vergangenen Wochen einige Spieler in den Kader zurückgekehrt, sodass mittlerweile weniger Akteure fehlen als beim Auswärtsspiel in Stuttgart, als Alexander Blessin auf insgesamt zehn Spieler verzichten musste.
Doch gegen Paderborn hat sich auch gezeigt, dass eine Rückkehr in den Spieltagskader noch längst nicht bedeutet, dass die Spieler bereits wieder bei 100 Prozent sind. Gerade nach den Einwechslungen von Jens Castrop, Isac Lidberg und Nicolas Kühn war das Spiel der Fohlen wie abgeschnitten. Den Spielern war anzumerken, dass sie noch weit von ihrer optimalen Matchfitness entfernt sind.
Blessin zunehmend genervt von Gladbachs Verletzungsproblemen
Nun fällt Nicolas Kühn erneut mit einer Zerrung aus. Laut der Rheinischen Post reagiert auch Borussias Cheftrainer zunehmend genervt auf die Verletzungsproblematik am Niederrhein. Immer wieder sorgen Muskelverletzungen dafür, dass Spieler nicht richtig fit werden und erneut pausieren müssen. Für den 53-jährigen Trainer, der mit seiner Mannschaft tief im Abstiegskampf steckt, ist das eine herausfordernde Situation. Schließlich muss Blessin seine Mannschaft dadurch immer wieder umstellen und kann nicht auf wichtige Leistungsträger wie Jens Castrop in voller körperlicher Verfassung zurückgreifen.
Auch beim enorm wichtigen Auswärtsspiel gegen den Hamburger SV am Freitag dürfte wohl keiner der Spieler, die in den vergangenen Wochen zurückgekehrt sind, ein ernsthafter Kandidat für die Startelf sein. Ko Itakura, Isac Lidberg, Franck Honorat und Jens Castrop stehen dem Kader zwar wieder zur Verfügung, doch es dürfte noch dauern, bis sie ihr vollständiges Leistungsvermögen zurückerlangt haben. Lediglich bei Vizekapitän Kevin Diks besteht die Hoffnung, dass er möglicherweise wieder in die Startelf rücken könnte. Für alle anderen dürfte es wohl eher für einen Kurzeinsatz reichen.

Gladbachs Verletzungsproblem ist statistisch belegt
Dass ein Trainer in einer solchen Situation genervt ist, kann man absolut nachvollziehen. Schließlich stehen zahlreiche Qualitätsspieler verletzungsbedingt nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung. Warum bei Borussia Mönchengladbach überdurchschnittlich viele Spieler mit Muskelverletzungen ausfallen, ist zumindest öffentlich nicht wirklich bekannt. Das Verletzungsthema ist am Niederrhein allerdings kein neues Phänomen. Ein Beispiel liefert die Saison 2023/24. Die Fohlen verzeichneten damals insgesamt 101 Verletzungsfälle. Der Durchschnitt aller Bundesligamannschaften lag bei 69,7 Verletzungen.
Damit lag Borussia rund 45 Prozent über dem Ligadurchschnitt.
Es handelt sich also nicht nur um ein gefühltes Phänomen. Der Howden Injury Index 2023/24 bestätigt für diese Saison ein statistisch überdurchschnittliches Verletzungsaufkommen bei Borussia Mönchengladbach. Ein solches Verletzungsproblem kann unterschiedliche Ursachen haben:
- Trainingssteuerung: Zu hohe Belastung und zu wenig Regeneration.
- Verletzungsvorgeschichte: Erhöhtes Risiko für erneute Verletzungen.
- Medizinische Betreuung: Fehler bei der Rehabilitation oder eine zu frühe Rückkehr.
- Athletik und Fitness: Defizite bei Kraft, Stabilität und Belastbarkeit.
- Trainerwechsel: Unterschiedliche Trainingsmethoden und Belastungsintensitäten.
- Kaderplanung: Ein zu kleiner Kader und dadurch eine höhere Belastung einzelner Spieler.
- Pech und Zufall: Unglückliche Zweikämpfe und schwer vermeidbare Verletzungen.
Was denkt ihr, worin der Hauptgrund für die überdurchschnittlich vielen Verletzungen bei den Fohlen liegt? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare!
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🖊 Autor: Jan David Busch

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