Gladbach blamiert sich in Freiburg!
Borussia Mönchengladbach musste am 3. Spieltag gegen den SC Freiburg ran. Nach dem miserablen Saisonstart ging es heute zum Angstgegner, bei dem wir seit 24 Jahren keinen Auswärtspunkt mehr mitnehmen konnten.
So stellte Polanski die Gladbach-Startelf zusammen:
Nicolas – Herold – Diks – Itakura – Scally – Stöger – Sander – Hack – Bolin – Honorat – Kleindienst
Bank: Batz, Chiarodia, Ullrich, Leszczynski, Neuhaus, Nguefack, Mohya, Machino, Lidberg
Auf drei Positionen veränderte Polanski die Startaufstellung im Vergleich zum letzten Spiel. Herold gab für Ullrich sein Startelfdebüt und Stöger kehrte zurück auf den Platz. Zudem kam Hack für Mohya in die Startelf. Damit setzte unser Trainer definitiv eher auf Erfahrung als auf den jungen Fohlen-Nachwuchs.
Startaufstellung Freiburg:
Backhaus – Lienhart – Ginter – Treu – Makengo – Eggestein – Suzuki – Engelhardt – Scherhant – Beste – Matanovic
Geleitet wurde die Partie von Schiedsrichter Richard Hempel. Der Schiri gab damit sein Debüt in der Bundesliga. Um 15:30 Uhr wurde das Spiel pünktlich im Europa-Park Stadion angepfiffen.
1. Gladbach-Halbzeit: Freiburg bestraft schwache Defensive
Bereits in der 13. Minute merkte man Tim Kleindienst an, dass die Nerven blank lagen. Er bekam für ein völlig unnötiges Foul die Gelbe Karte. Kleindienst konnte froh sein, dass der Schiedsrichter ihm nicht die Rote Karte gezeigt hat. Das 1:0 wurde durch den Ex-Gladbach-Spieler Yannik Engelhardt in der 23. Minute erzielt. Man muss ganz klar festhalten, dass Nicolas sich bei der Ecke verschätzte, sodass Engelhardt per Kopf das leere Tor traf.
Bereits in der 29. Minute legte Freiburg nach. Es bleibt festzuhalten, dass die Abwehrleistung einmal mehr Fragen aufgeworfen hat. Durch eine über weite Strecken schwache Defensivarbeit machte man es Freiburg zu leicht und ließ dem Gegner immer wieder zu viel Raum. Die Gladbach-Mannschaft wirkte dabei phasenweise stark verunsichert und fand defensiv kaum zur nötigen Stabilität.
Man of the Match – 1. Hälfte: Schwer, jemanden hervorzuheben, da eigentlich alle ihrer Leistung hinterhergelaufen sind.
2. Gladbach-Halbzeit: Kleindienst fliegt – Freiburg zerlegt Borussia
Ab der 52. Minute spielten wir in Unterzahl. Unser Kapitän Tim Kleindienst sah nach einem Foul die Gelb-Rote Karte. Eine Unterzahlsituation, die definitiv vermeidbar gewesen wäre. Polanski reagierte darauf und stellte auf ein 4-4-1-System um.

Doch auch in der zweiten Hälfte hatte man über weite Strecken erhebliche Probleme damit, das eigene Tor konsequent zu verteidigen. Freiburg kam immer wieder gefährlich vor unser Tor und es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, bis der SC die Führung weiter ausbauen würde. In der 76. Minute war es dann folgerichtig so weit: Freiburg erhöhte auf 3:0. Nur drei Minuten später fiel bereits das 4:0, erneut durch Engelhardt. Völlig ungestört konnte er zum Abschluss kommen. Bei einer solchen Defensivleistung fehlen einem beinahe die Argumente.
In der 86. Minute machte Freiburg schließlich das 5:0 perfekt.
Zwölf Gegentore in drei Spielen: Gladbach muss sich Fragen stellen
Damit haben wir in gerade einmal drei Spielen bereits elf Gegentore kassiert. Das ist längst kein Ausrutscher mehr, sondern ein deutliches Sinnbild für die derzeit katastrophale Defensivarbeit. Allerspätestens jetzt sollte der Verein die richtigen Fragen stellen und sich ernsthaft mit möglichen Konsequenzen auseinandersetzen. So darf es defensiv nicht weitergehen.
Man of the Match: Eine sehr, sehr schwere Entscheidung. Selbst unsere sonst so konstanten Leistungsträger konnten heute nicht überzeugen. Einen Spieler besonders hervorzuheben, fällt daher schwer.
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🖊 Autor: Jan David Busch
📷 Photo by Christof Koepsel/Getty Images
