Gladbachs Transferpolitik gescheitert?
Borussia Mönchengladbach ist mit fünf Niederlagen in die neue Saison gestartet. Das ist gleichbedeutend mit dem schlechtesten Saisonstart der Vereinsgeschichte. In den vergangenen Jahren hat man viel Geld in Spieler wie Tomáš Čvančara, Shuto Machino, Nathan Ngoumou, Jonas Omlin, Gio Reyna und viele weitere Profis investiert, die den Verein aus unserer Sicht jedoch nicht entscheidend weitergebracht haben.
Im Sommer musste Borussia mit Rocco Reitz, Nico Elvedi, Haris Tabaković und Yannik Engelhardt aufgrund finanzieller Zwänge weitere Leistungsträger abgeben. Sportchef Rouven Schröder durfte gerade einmal 14 Millionen Euro in den Kader investieren.
Bereits jetzt lässt sich aus unserer Sicht festhalten, dass die Transferpolitik im Sommer ein Grund dafür ist, warum Borussia Mönchengladbach auf dem letzten Tabellenplatz steht.
Schröders Transferpolitik im Sommer gescheitert?
Itakura, Lidberg und Herold bleiben hinter den Erwartungen
Bisher konnte keiner der Neuzugänge vollends überzeugen. Ko Itakura wurde von Rouven Schröder für 3,5 Millionen Euro als Stabilisator für die Abwehr verpflichtet. Doch der japanische Innenverteidiger ist bislang ein Schatten seiner selbst. In seinen ersten Spielen nach seiner Rückkehr zur Borussia agierte der 29-Jährige enorm fehleranfällig und zeigte aus unserer Sicht auch deutliche Tempodefizite. Nun ist er aufgrund eines Muskelfaserrisses erneut verletzt und wird wohl auch im kommenden Spiel gegen Hoffenheim fehlen.

Isac Lidberg wurde für ebenfalls 3,5 Millionen Euro als Nachfolger von Haris Tabaković verpflichtet. Doch der Schwede konnte sich in der Bundesliga bislang noch nicht durchsetzen. Im Derby stand der Stürmer in der Startelf, hatte jedoch lediglich einen Torabschluss und 24 Ballkontakte. Eine wirkliche Bindung zum Spiel fand er aus unserer Sicht nicht.
Auch David Herold wurde für 3,5 Millionen Euro vom Karlsruher SC verpflichtet. Der 23-Jährige galt als einer der besten Schienenspieler der 2. Bundesliga. Doch selbst gegen einen ebenfalls schwächelnden Lukas Ullrich konnte er sich bislang nicht durchsetzen. Wenn Herold seine Chance bekam, wie beispielsweise in Freiburg, agierte er aus unserer Sicht extrem fehleranfällig. In den vergangenen beiden Spielen saß er sogar jeweils 90 Minuten auf der Bank.
Verletzungen erschweren die Bewertung weiterer Neuzugänge
Bei Nicolas Kühn, Zento Uno, Enzo Leopold und Yukhym Konoplya lässt sich bislang noch kein wirkliches Urteil bilden. Alle vier Spieler waren bisher dauerhaft verletzt. Auch das gehört zur Wahrheit: Gerade bei den Neuzugängen haben die Fohlen eine hohe Verletztenquote.

IMAGO / fohlenfoto
Daniel Batz wurde als Ersatztorhüter für Moritz Nicolas verpflichtet, kam bislang jedoch noch nicht zum Einsatz. Daiki Hashioka wurde aufgrund der vielen Verletzungen als Nottransfer per Leihe von Slavia Prag geholt.
Der Japaner hinterlässt bisher einen ordentlichen Eindruck. Aus unserer Sicht ist er allerdings auch kein Spieler, der Borussia Mönchengladbach über die nächsten Jahre entscheidend weiterbringen wird.
Ist Leszczynski der einzige Lichtblick?
Der einzige Transfer, bei dem wir bislang das Potenzial sehen, die Fohlen in den kommenden Monaten und Jahren wirklich weiterzubringen, ist Jan Leszczynski. Für drei Millionen Euro verpflichtete Borussia den polnischen Innenverteidiger vor der Saison von Legia Warschau.
Mit gerade einmal 19 Jahren wirkt Leszczynski derzeit bereits sehr stabil.
Gladbach konnte die Abgänge nicht kompensieren
Bisher muss man aus unserer Sicht festhalten, dass die Abgänge von Elvedi, Reitz, Tabaković und Engelhardt nicht ansatzweise kompensiert werden konnten. Die Kaderqualität wurde dadurch weiter nach unten geschraubt. Das zeigt sich mittlerweile auch auf dem Platz. Daher ist es aus unserer Sicht nicht völlig überraschend, dass sich Borussia Mönchengladbach auf dem letzten Tabellenplatz wiederfindet.
Wie beurteilt ihr den Start der Spieler, die im Sommer zu den Fohlen gewechselt sind? Schreibt es in die Kommentare!
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🖊 Autor: Jan David Busch
📷 Photo by IMAGO / DeFodi Images

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