Polanski geht von Gladbach-Verbleib aus
Borussia Mönchengladbach steht nach dem 0:0 beim VfL Wolfsburg kurz vor dem Klassenerhalt. Drei Spieltage vor Saisonende haben die Fohlen sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz sowie das deutlich bessere Torverhältnis. Daher kann der Verein wohl bereits für eine weitere Bundesliga-Saison planen.
Im Saisonendspurt trifft die Mannschaft von Eugen Polanski noch auf Borussia Dortmund, den FC Augsburg und die TSG Hoffenheim. Nach dem Punktgewinn in Wolfsburg geht Cheftrainer Polanski selbst davon aus, auch in der kommenden Saison weiterhin Trainer bei Borussia Mönchengladbach zu sein.
Polanski zeigt sich selbstbewusst
Polanski betont, dass er den Job bei Borussia Mönchengladbach mit dem Ziel angetreten habe, den Verein in der Bundesliga zu halten. Sollte dieses Ziel erreicht werden, geht er davon aus, auch weiterhin Trainer zu bleiben so äußerte sich der Coach entsprechend selbstbewusst. Allerdings ist die Stimmung bei großen Teilen der Fans skeptisch. Viele zweifeln daran, ob Polanski der richtige Trainer für die kommende Saison ist. Kritisiert werden insbesondere die fehlende Weiterentwicklung der Mannschaft sowie einzelner Spieler. Ein weiteres Problem der vergangenen Wochen ist Polanskis Außendarstellung. Teilweise schwer nachvollziehbare Spielanalysen sowie eine wahrgenommene mangelnde Kritikfähigkeit sorgen zusätzlich für Unruhe.
Diese Saison als letztes Warnsignal für Gladbach
Eines steht nach dieser Saison fest: Der Klassenerhalt sollte als letztes Warnsignal verstanden werden. Sollte der Verein im Sommer nicht die richtigen Schlüsse ziehen, wird Borussia Mönchengladbach wohl als einer der heißesten Abstiegskandidaten in die neue Saison gehen.
Sollten FC Schalke 04 und Hannover 96 aus der 2. Bundesliga aufsteigen und gleichzeitig mit Heidenheim und St. Pauli zwei kleinere Vereine absteigen, gäbe es in der kommenden Saison keinen klaren Abstiegskandidaten mehr anders als in den vergangenen Jahren mit Teams wie Holstein Kiel, VfL Bochum, SV Darmstadt 98 oder SpVgg Greuther Fürth.
Diese Baustellen muss Gladbach im Sommer angehen
Im Sommer muss Gladbach mehrere zentrale Baustellen bearbeiten:
- Ein erfahrener Trainer mit klarer Spielidee
- Implementierung eines Spielsystems, das zur Borussia passt
- Umbruch im Präsidium
- Starke Transfers auf Problempositionen
- Verkauf von Spielern ohne Perspektive (Omlin, Cvancara, Neuhaus, Scally usw.)
Letzte Chance für den Turnaround?
Sollten die Verantwortlichen diese Saison als Warnsignal wahrnehmen, hat Borussia Mönchengladbach im Sommer möglicherweise eine letzte Chance, den Turnaround zu schaffen. Kommen die Verantwortlichen jedoch zu der Einschätzung, dass die bestehenden Strukturen unverändert fortgeführt werden können, wird Borussia Mönchengladbach als klarer Abstiegskandidat in die neue Saison gehen.
Glaubt ihr, die Verantwortlichen haben verstanden, dass es so nicht weitergehen kann? Schreibt es in die Kommentare!
🖊 Autor: Jan David Busch
📷 Photo by Christof Koepsel/Getty Images
