Gladbach braucht Transfererlöse
Borussia Mönchengladbach befindet sich nicht nur sportlich, sondern auch finanziell seit Jahren auf Talfahrt. Nach einem Minus von 2,4 Millionen Euro im Jahr 2024 wird der Verein vermutlich auch 2025 tiefrote Zahlen schreiben. Der Wirtschaftsbericht für das vergangene Jahr wird auf der Mitgliederversammlung am 27.04.2026 präsentiert. Neben sinkenden TV-Einnahmen waren auch fehlende Transfererlöse eine Ursache für die finanziell schwierige Lage bei Borussia Mönchengladbach.
In den kommenden Jahren wird es für den Verein wichtig sein, wieder hohe Überschüsse durch Transfers zu erzielen. Eine große Herausforderung für Rouven Schröder und Andre Hechelmann. Die neue sportliche Führung muss Spieler finden, die enormes Potenzial haben, bei Borussia Mönchengladbach den nächsten Schritt machen und anschließend gewinnbringend verkauft werden können. Doch nicht nur die sportliche Führung ist gefordert auch Trainer Eugen Polanski muss aus den Spielern das Maximum herausholen.
Gladbach mit Rekordtransfererlösen im Sommer?
Im kommenden Sommer könnten einige Transfers die Kassen der Fohlen füllen. Durch den Verkauf von Rocco Reitz zu RB Leipzig konnte der Verein bereits 20 Millionen Euro einnehmen. Zudem möchte Moritz Nicolas den Verein laut mehrerer Medienberichte im Sommer verlassen. Da der 28-Jährige noch bis 2029 unter Vertrag steht, dürfte auch hier eine zweistellige Millionenablöse fällig sein. Auch Joe Scally, dessen Vertrag im Sommer 2027 ausläuft, soll zu Geld gemacht werden. Für den Amerikaner erwarten die Fohlen eine marktgerechte Ablöse in Höhe von 6 bis 8 Millionen Euro.
Des Weiteren stehen mit Tomas Cvancara, Jonas Omlin, Fabio Chiarodia, Florian Neuhaus und Kevin Stöger mehrere Spieler auf der Verkaufsliste. Auch Nico Elvedi könnte nach einer starken Saison und bei nur noch einem Jahr Restvertrag das Interesse anderer Klubs wecken. Für den 29-Jährigen wäre es wohl die letzte Möglichkeit, sich nach 11 Jahren bei Borussia noch einmal zu verändern. Elvedi wird mit der Schweiz bei der WM spielen. Sollte er nicht bereit sein, seinen Vertrag zu verlängern, muss Gladbach über einen Verkauf nachdenken.
Nicht unrealistisch ist es, dass es in diesem Sommer durch mehrere Verkäufe zu einem Rekordsommer kommt. Sollte Borussia Mönchengladbach über 45 Millionen Euro einnehmen, wäre es der erlösreichste Sommer der Vereinsgeschichte. Im Sommer 2017 erreichte man zuletzt die Marke von 45 Millionen Euro durch den Verkauf von Granit Xhaka.

Mohya, Bolin und Castrop – Gladbachs Hoffnung
Auch im aktuellen Kader gibt es bereits hoffnungsvolle Spieler, bei denen der Verein in Zukunft auf hohe Transfererlöse hoffen kann. Der größte Diamant im Kader ist wohl Wael Mohya, der bereits jetzt mit einem Marktwert von 10 Millionen Euro zu den wertvollsten Spielern im Kader gehört. In dieser Saison kommt der 17-Jährige auf 10 Bundesligaeinsätze und ein Tor. Nun liegt es an Trainer Polanski, den wohl talentiertesten Spieler im Kader so zu entwickeln, dass der Verein ihn in Zukunft zu einem Rekordverkauf machen kann.
Zudem hat man mit Jens Castrop bereits den Reitz-Nachfolger im Kader. Der 22-Jährige wird von vielen Fans bereits jetzt als stärker eingeschätzt als Reitz. Vor allem technisch und fußballerisch ist es eine Augenweide, Castrop zuzuschauen. In der kommenden Saison wird er im zentralen Mittelfeld auflaufen. Auch hier kann man bei entsprechender Entwicklung auf eine enorme Wertsteigerung hoffen.

Im Winter hat sich Borussia Mönchengladbach den schwedischen Nationalspieler Hugo Bolin gesichert. Der 22-Jährige deutet seine herausragenden Fähigkeiten auf dem Flügel bereits an, auch wenn der vollständige Durchbruch noch aussteht. Im Saisonendspurt hofft der Schwede natürlich noch auf eine tragende Rolle, um sich möglicherweise ein WM-Ticket mit Schweden zu sichern. Er bringt auf jeden Fall enormes Potenzial mit, um sich in den kommenden Jahren zu einem starken Bundesligaspieler zu entwickeln.
Im aktuellen Kader stecken bereits jetzt echte Potenziale, um Werte zu schaffen und genau darin liegt die Chance für den Verein, aus der schwierigen Phase herauszukommen. Dafür braucht es in den kommenden Jahren exzellentes Scouting, ein gutes Händchen bei Transfers und einen Trainer, der es schafft, die Potenziale der Spieler optimal zu entwickeln.
Glaubt ihr, dass Borussia Mönchengladbach unter der Führung von Rouven Schröder aus der aktuell schwierigen Lage herauskommt? Schreibt es in die Kommentare!
🖊 Autor: Jan David Busch
📷 IMAGO / DeFodi Images
