Über 100 Millionen weg: Gladbachs Transfer Desaster

Gladbach
Gladbach mit 100 Millionen Euro Transferdesaster - Photo by Pau Barrena/Getty Images

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Borussia Mönchengladbach und die dramatische Transferbilanz der letzten Jahre

Borussia Mönchengladbach ist in den vergangenen fünf Jahren nicht nur sportlich, sondern auch finanziell deutlich zurückgefallen. Beides hängt eng zusammen. Sinkende TV Einnahmen, Abfindungen sowie teure Trainerverpflichtungen wie bei Adi Hütter haben die Situation zusätzlich verschärft. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Transferpolitik. Vor allem im hochpreisigen Segment hat der Verein in den letzten Jahren viele Entscheidungen getroffen, die im Nachhinein keinen sportlichen oder finanziellen Mehrwert gebracht haben.

Transfers + Gesamtgehälter bei Gladbach

Spieler Saison Ablöse Zeitraum bei Gladbach Ø Jahresgehalt Gesamtgehalt
Shuto Machino 25/26 8,00 Mio. € 1 Jahr ~1,5 Mio. € ~1,5 Mio. €
Giovanni Reyna 25/26 4,00 Mio. € 1 Jahr ~2,7 Mio. € ~2,7 Mio. €
Tim Kleindienst 24/25 7,00 Mio. € 2 Jahre ~2,7 Mio. € ~5,4 Mio. €
Tomas Cvancara 23/24 10,50 Mio. € 3 Jahre ~2,0 Mio. € ~6,0 Mio. €
Jonas Omlin 22/23 9,00 Mio. € 3,5 Jahre ~2,8 Mio. € ~11,0 Mio. €
Nathan Ngoumou 22/23 8,00 Mio. € 4 Jahre ~1,3 Mio. € ~5,0 Mio. €
Hannes Wolf 21/22 9,50 Mio. € 3 Jahre ~2,2 Mio. € ~6,5 Mio. €
Marvin Friedrich 21/22 5,50 Mio. € 4,5 Jahre ~2,0 Mio. € ~10,0 Mio. €

Gesamtsummen:

  • Ablösen gesamt:  61,50 Mio. €
  • Gehälter gesamt:  ~48,1 Mio. €
  • Gesamtinvestition: ~109,6 Mio. €
Gladbach
Cvancara einer der größten Transferflops – Photo by Reinaldo Coddou H./Getty Images

Teure Transfers ohne Wiederverkaufswert

Ein Blick auf die größten Investitionen der vergangenen Jahre zeigt ein klares Muster. Mit Marvin Friedrich verpflichtete man 2022 einen Innenverteidiger für rund 5,5 Millionen Euro von 1. FC Union Berlin. Über viereinhalb Jahre kamen hohe Gehaltskosten hinzu, ein Wiederverkaufswert konnte jedoch nicht generiert werden. Im Sommer verlässt er den Verein ablösefrei.

Ähnlich verlief es bei Hannes Wolf. Nach einer Leihe wurde er für rund 9,5 Millionen Euro fest verpflichtet. Sportlich blieb der erhoffte Durchbruch aus, auch hier entstand kein nachhaltiger Mehrwert. In der Saison 2022 2023 investierte der Verein rund 8 Millionen Euro in Nathan Ngoumou. Verletzungen und ausbleibende Leistungen verhinderten eine positive Entwicklung, ein Wiederverkaufswert ist aktuell kaum vorhanden.

Für Jonas Omlin zahlte man etwa 9 Millionen Euro als Ersatz für Yann Sommer. Auch hier verhinderten Verletzungen eine konstante Rolle, während die Gehaltskosten hoch blieben. Mit Tomáš Čvančara folgte ein weiterer teurer Transfer für über 10 Millionen Euro. Bislang muss dieser Deal als klarer Misserfolg bewertet werden, sowohl sportlich als auch wirtschaftlich.

Ein Lichtblick war Tim Kleindienst, der für rund 7 Millionen Euro verpflichtet wurde und zunächst überzeugen konnte. Allerdings bremst seine Verletzung die Entwicklung, und ein großer Wiederverkaufswert ist aktuell nicht zu erwarten.

Im vergangenen Sommer investierte man zudem rund 12 Millionen Euro in Giovanni Reyna und Shuto Machino. Auch hier blieb der erhoffte sportliche Effekt bislang aus.

Über 100 Millionen investiert ohne nachhaltigen Ertrag

Insgesamt hat Borussia Mönchengladbach in diesem Zeitraum rund 61,5 Millionen Euro an Ablösen für diese Spieler gezahlt. Hinzu kommen geschätzte Gehaltskosten von rund 50 Millionen Euro. Damit ergibt sich eine Gesamtinvestition von über 100 Millionen Euro.

Das Problem: Kaum ein Spieler konnte bislang einen signifikanten Wiederverkaufswert erzeugen oder für hohe Einnahmen sorgen. Genau das reißt aktuell große Lücken in die Kasse.

Borussia Mönchengladbach
Managementfehler in Gladbach – IMAGO / Revierfoto

Das zentrale Problem: fehlende Transfererlöse

Die aktuelle finanzielle Situation zeigt deutlich, wo die größte Herausforderung liegt. Borussia Mönchengladbach ist darauf angewiesen, Spieler zu entwickeln und gewinnbringend zu verkaufen. Genau das ist in den letzten Jahren kaum gelungen.

Hier muss Rouven Schröder in den kommenden Transferperioden ansetzen. Ziel muss es sein, wieder Spieler mit Entwicklungspotenzial zu verpflichten, Werte zu schaffen und gleichzeitig den Kader von teuren Spielern ohne Perspektive zu bereinigen.

Wie seht ihr die Entwicklung auf dem Transfermarkt bei Borussia Mönchengladbach? Schreibt es in die Kommentare!

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🖊 Autor: Jan David Busch

📷 Photo by Frederic Scheidemann/Getty Images

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