Vor Wolfsburg: Polanski fordert Überzeugung! Schröder ruft zum Zusammenhalt auf
Vor dem Auswärtsspiel in Wolfsburg hat Borussia Mönchengladbach auf der Pressekonferenz vor allem zwei Themen betont: Ruhe bewahren und geschlossen bleiben. Nach dem späten Rückschlag gegen Mainz sprachen Eugen Polanskiund Rouven Schröder auffällig klar über die Lage.
„Unsere Leistung wird ausschlaggebend sein“, sagte Polanski mit Blick auf das Spiel am Samstag. Entscheidend sei, dass sich seine Mannschaft über 90 Minuten nicht von Rückschlägen aus dem Konzept bringen lasse. Gerade das habe in den vergangenen Wochen zu oft gefehlt.
Kleindienst weiter nicht im Mannschaftstraining

In der Personalfrage blieb die Lage weitgehend stabil. „Tim ist noch nicht im Mannschaftstraining, trotzdem da auf dem guten Weg“, sagte Polanski über Tim Kleindienst. Auch Tiago Cardoso befindet sich nach seinem Infekt weiter im Aufbautraining. Alle anderen Spieler waren in dieser Woche dabei.
Bei Kevin Diks wurde die Belastung reduziert, Jens Castrop befindet sich laut Polanski weiter in seiner Anpassung an die Bundesliga. Der Trainer machte aber klar, dass es jetzt genau auf diese Widerstandsfähigkeit ankommt.
Polanski nimmt Honorat in Schutz
Deutlich wurde Polanski auch bei Franck Honorat, dessen Form zuletzt viel diskutiert wurde. „Auf gar keinen Fall eine Einstellungssache“, sagte der Trainer. Honorat sei „sehr, sehr hoch professionell“, auch wenn er selbst wisse, dass er in der Rückrunde noch nicht seine beste Form gezeigt habe.
Schröder spricht von „Wagenburg“
Noch klarer wurde Rouven Schröder. Der späte Ausgleich gegen Mainz habe sich „gefühlt wie eine Niederlage“ angefühlt, sagte der Sportchef. Umso wichtiger sei jetzt der Umgang damit.
„Wir müssen in dieser Wagenburg auch ein Stück weit bleiben“, sagte Schröder. Der Klub müsse Dinge von außen zwar wahrnehmen, dürfe sie aber nicht zu nah an sich heranlassen. Die kommenden Wochen seien „elementar wichtig“, entsprechend geschlossen müsse Borussia jetzt auftreten.
Auch mit Blick auf den Endspurt wollte Schröder keine großen Nebenthemen aufmachen. „Wolfsburg ist das nächste Spiel und das gilt es zu beeinflussen“, sagte er. Alles andere müsse hinten anstehen. Oder, noch direkter: „Wir müssen liefern. Also wir sind alle gefragt.“

Auch Kleindiensts WM-Hoffnung bleibt Thema
Interessant war zudem, dass Polanski auch Kleindiensts Blick Richtung WM ausdrücklich positiv einordnete. „Ich sehe eine WM-Teilnahme nie als kontraproduktiv an. Eine WM ist wahrscheinlich mit das Beste, was du als Fußballer erleben kannst“, sagte er. Eine solche Aussicht könne nach einer langen Verletzung sogar zusätzliche Motivation geben.
Vor Wolfsburg ist die Botschaft bei Gladbach damit klar: kein Jammern, kein Wegducken, kein Blick zu weit nach vorne. Erstmal zählt nur der Samstag.
Was erwartet ihr von Gladbach in Wolfsburg: die erhoffte Reaktion oder droht der nächste Rückschlag?
🖊 Autor: Elias Heinze
📷 Photo by Frederic Scheidemann/Getty Images und Christof Koepsel/Getty Images
