Herr Schröder: Handeln Sie jetzt!

Gladbach
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Gladbach vor dem Kollaps

Borussia Mönchengladbach taumelt weiter Richtung Saisonende. Nach einem schwachen Auftritt gegen 1. FSV Mainz 05 und einem glücklichen Unentschieden steht der Verein mit Platz 13 tabellarisch besser da als vor dem Spieltag, und auch der Abstand zum Relegationsplatz bleibt mit fünf Punkten gleich.

Dennoch gibt der gesamte Verein ein katastrophales Bild ab und scheint sich der dramatischen Lage nicht bewusst zu sein. Sollte Borussia Mönchengladbach in der kommenden Woche gegen Ex-Trainer Dieter Hecking und den VfL Wolfsburg verlieren, ist selbst ein direkter Abstieg nicht mehr auszuschließen.

Jobgarantie trotz Krise sorgt für Unverständnis

Doch nach dem Spiel erteilt Rouven Schröder Trainer Eugen Polanski bis Saisonende eine Jobgarantie. Eine Entscheidung, die nicht nachvollziehbar ist, da die Mannschaft im Abstiegskampf gerade vor dem wichtigen Spiel gegen Wolfsburg zwingend einen Impuls braucht. Doch auch Sportchef Rouven Schröder scheint sich bereits angepasst zu haben und lässt die Situation laufen.

Gladbachs Scherbenhaufen in der Übersicht

  • Eine „Lame Duck“ als Trainer, der bereits weiß, dass am Saisonende wohl Schluss ist
  • Spieler ohne Zukunft sollen den Verein retten (Rocco Reitz, Haris Tabaković, Yannik Engelhardt, Franck Honorat usw.)
  • Florian Neuhaus sitzt als Topverdiener auf der Tribüne
  • Die Geschäftsführung des Vereins ist verstummt und lässt die Situation laufen
  • Finanzielle Probleme blockieren einen Kaderumbau
  • Tabakovic als Mittelstürmer seit sieben Spielen ohne Torbeteiligung

Zu viele Baustellen, keine Lösungen

Bei Borussia Mönchengladbach gibt es derzeit so viele Baustellen, dass es kaum möglich ist, optimistisch in die Zukunft zu schauen. Zudem scheint die Geschäftsführung und das Präsidium rund um Rainer Bonhof komplett abgetaucht zu sein.

Durch die Entscheidung von Rouven Schröder, Polanski eine Jobgarantie auszustellen, wird im Abstiegskampf wohl die letzte Möglichkeit ausgelassen, der Mannschaft noch einmal einen entscheidenden Impuls mitzugeben vor dem wohl entscheidenden Spiel in Wolfsburg. Diese Entscheidung ist nicht nachvollziehbar. Möglicherweise sind Schröder durch die Geschäftsführung auch finanziell die Hände gebunden. Fakt ist jedoch, dass ein Abstieg der finanzielle K.O. für Borussia Mönchengladbach wäre.

Wintertransfers greifen nicht – Trainerfrage bleibt zentral

Auch die Wintertransferperiode von Rouven Schröder ist im Nachhinein gescheitert. Kota Takai und Alejo Sarco waren bisher nicht die notwendigen Verstärkungen, die die Mannschaft gebraucht hätte. Hugo Bolin ist grundsätzlich ein starker Transfer, jedoch fehlt ein Trainer, der mit den Qualitäten eines solchen Spielers etwas anfangen kann.

Die Trainerentscheidung ist unumgänglich, und dass Schröder das Risiko eingeht, mit Polanski die Saison durchzuziehen, ist hochgradig riskant. Es scheint sogar so, dass Polanski durch seine Entscheidungen und Interviews eine Entlassung provozieren will. Rouven Schröder sollte seine Jobgarantie zwingend überdenken und die letzte Chance eines Trainerwechsels in dieser Woche nutzen. Bitte handeln Sie, Herr Schröder!

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🖊 Autor: Jan David Busch

📷 IMAGO / DeFodi Images

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