Kann sich Gladbach mit einem Derbysieg aus dem Tabellenkeller befreien?
Die Ausgangssituation vor dem Derby in Köln ist für Borussia Mönchengladbach klar. Die Fohlen brauchen nicht nur einen Sieg, um möglicherweise Platz 18 zu verlassen und die ersten Punkte in dieser Saison zu sammeln. Vor allem braucht das gesamte Umfeld diesen Erfolg, um wieder für eine gewisse Euphorie zu sorgen. Auch die Mannschaft muss nach vier Niederlagen in Folge neues Selbstvertrauen gewinnen und erkennen, dass sie wieder punkten kann.
Denn nach dem Derby stehen wichtige Spiele gegen Hoffenheim, Stuttgart, Paderborn und den HSV an.
Alle Hoffnungen ruhen auf Alexander Blessin
Im Verein ruhen nun die gesamten Hoffnungen auf Alexander Blessin, der durch sein Auftreten und seine klaren Aussagen bislang einen guten Eindruck hinterlassen hat. Doch schlussendlich muss die Mannschaft auf dem Platz liefern. Borussia Mönchengladbach hat aus unserer Sicht in den vergangenen Jahren nicht aus den eigenen Fehlern gelernt.
Zunächst hat man zu lange an Gerardo Seoane festgehalten, um ihn kurz nach der Sommervorbereitung am dritten Spieltag der vergangenen Saison zu entlassen. Exakt das Gleiche ist in dieser Saison mit Eugen Polanski passiert.

Gladbachs Vereinsführung wiederholt alte Fehler
Man darf und kann als Geschäftsführung eines Vereins Fehler machen. Allerdings sollte man daraus lernen und genau das scheint bei Borussia Mönchengladbach bislang nicht der Fall zu sein. Wenn man zweimal relativ früh in der Saison den Trainer entlässt, spricht das aus unserer Sicht nicht für eine gute Vereinsführung.
Blessin muss jetzt ohne Sommervorbereitung ein neues Spielsystem entwickeln, die Spieler mental aufbauen, die Gegentorflut beenden, Punkte einfahren und wieder für Euphorie im Umfeld sorgen. Eine Mammutaufgabe, die möglicherweise in dieser Form kaum zu bewältigen ist.
Blessin muss die Mannschaft schnell auf Kurs bringen
Im Testspiel während der Länderspielpause gegen St. Pauli tat sich die Mannschaft beim 1:1 noch sehr schwer. Nun sind auch alle Nationalspieler mit Itakura, Diks, Chiarodia, Ullrich, Mohya und Leszczynski zurückgekehrt und müssen sich schnell an das System von Blessin gewöhnen.
Ziel muss es sein, bis zum Winter so viele Punkte zu holen, dass man zumindest über dem Strich steht und den Anschluss nicht verliert.

Aus Platz 12 wird plötzlich der Kampf um den Klassenerhalt
Noch vor der Saison wurde das Minimalziel Platz 12 ausgegeben. Kapitän Tim Kleindienst nannte sogar eine einstellige Tabellenplatzierung als Ziel und Anspruch. Doch nach diesem Saisonstart und den aktuellen Stellungnahmen von Geschäftsführer Stefan Stegemann und Präsident Rainer Bonhof hat der Verein aus unserer Sicht längst wieder in den Überlebensmodus geschaltet.
Statt um einen einstelligen Tabellenplatz geht es mittlerweile nur noch um den Klassenerhalt.
Glaubt ihr, dass es in dieser Saison noch um mehr gehen kann als den Klassenerhalt? Schreibt es in die Kommentare!
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🖊 Autor: Jan David Busch
📷 Photo by IMAGO / Eibner

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