Gemischte Gefühle nach Spektakel im Rheinderby – Gladbach spielt 3:3 gegen Köln

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Photo by Christof Koepsel/Getty Images

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Unentschieden im 100. Rheinderby

Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln, in dieser Saison ein Kellerduell und historisch noch viel mehr als das. Egal, in welcher Verfassung beide Mannschaften waren, im Derby ist immer Feuer. Doch im 100. Rheinderby geht es nochmal um viel mehr. Für beide Vereine geht es ums Überleben und für beide Trainer um den Job. Viel mehr kann ein Spiel nicht bereithalten. Dass dieses Spiel dann 3:3 endet, ist natürlich ein enormes Spektakel. Doch bringen tut es beiden Mannschaften auch nicht viel. Frust über vergebene Chancen beim FC wird von dem Ärger zweier verspielter Führungen bei den Borussen überschattet.

Castrop mit Monsterspiel – Scally ohne Bundesliganiveau

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Matchwinner Castrop – IMAGO / Revierfoto

Beide Mannschaften gehen mit offenem Visier in das Spiel. Der ehemalige Kölner Castrop trifft schon nach 28 Sekunden nach Vorarbeit von Honorat unter Mithilfe von Köln-Verteidiger Neumann, ein Traumstart. Doch wie so oft diese Saison ist man sein eigener Feind. Denn nur zwei Minuten später trifft gerade der ehemalige Gladbacher El Mala für die Kölner. Insbesondere Scallys fatales Stellungsspiel in der Szene provoziert das 1:1, doch nochmal nur 5 Minuten später pennt man wieder und nach 7 Minuten steht es dann auf einmal 2:1.

Die Kölner brennen komplett und nüchtern betrachtet muss man Gladbach vorwerfen, sich von dieser „Derbyenergie“ überrumpeln lassen zu haben. Trotzdem bleibt man scharf und in der 20. Minute zeigt man Mentalität und gleicht in Person von Sander aus. Danach ist man gut im Spiel, jedoch kann man sich nicht belohnen.

Castrop welcher dann nach der Halbzeit traumhaft das 2:3 nach der Pause besorgt ist ohne frage der Man of the Match. Bei allen Toren hat er seine Füße im Spiel und der Kontrast zu Scally auf der anderen Seite spricht bände. Man führt also in der 60. zum zweiten Mal, doch anstatt aktiv zu bleiben, wird Gladbach wieder passiv. Dass die Mannschaft sichtlich erschöpft scheint und Polanski trotzdem erst in der 85. Minute wechselt, ist dabei ein bitterer Beigeschmack. Insbesondere da Martel, nach einer nicht enden wollenden Drangphase der Kölner, in der 83. ausgleicht.

Belebendes Spektakel mit Bitterem Beigeschmack

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Gladbach vor entscheidenden Wochen – Photo by Christof Koepsel/Getty Images

Somit steht das Ergebnis: 3:3. Und aufgrund der Höhe und des Hin und Hers ist das Spiel so viel mehr wert als andere Unentschieden wie beispielsweise gegen Bremen oder Leverkusen. Als Fan freut man sich über Spiele mit Spektakel, dieses kann einen gewissen Frust nicht kompensieren, trotzdem ist es ein Trostpflaster. Eine verspielte 1:0 Führung ist nerviger als eine verspielte 3:2 Führung.

Doch jetzt hat man nur diesen einen Punkt geholt. Und man muss Polanski die Aufstellung von Scally und die späten Wechsel durchaus ankreiden. Die Reitz Entscheidung werden einige kritisch sehen, jedoch hat er durchaus gezeigt, dass er weiterhin bereit ist, sich für Gladbach zu zerreißen.

Das Unentschieden fühlt sich aufgrund der langen Führung bitter an und auch die schwache Phase nach der frühen Führung ist leider wieder typisch. Die Probleme bleiben dieselben. Es fehlt der Mut und das Gegentor war mit Ansage. Falls man nicht in akute Abstiegsnot gerät sollte Polanski im Amt bleiben damit Schröder nach der Saison sich seinen Wunschtrainer zum Kader aussuchen kann. Ob dass dann Polanski wird bleibt spannend.

Trotzdem hat man 8 Punkte auf Platz 17 und mit Heidenheim, Leipzig, Mainz und Wolfsburg steht jetzt ein machbares Programm vor der Tür. Insgesamt ist der Punkt verdient und die Leistungskurve macht Mut für mehr. Individualspieler wie Sander und Castrop machen Hoffnung und die Stimmungslage scheint entspannter als in den letzten Wochen.

👉 Doch was sagt ihr ? Wie bewertet ihr das 100. Rheinderby  ? Schreibt es in die Kommentare!

👉 Weitere News über Borussia Mönchenglabdach findet ihr auf BMG-News

🖊 Autor: Mika Heerink 

📷  Photo by Alex Grimm/Getty Images

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