Gladbach richtet Transferphase auf eine Viererkette aus
Laut der Rheinischen Post möchte Borussia Mönchengladbach in naher Zukunft wieder auf eine Viererkette umstellen. In der kommenden Saison könnte ein klassisches 4-3-3-System mit zwei Achtern und einem klassischen Sechser im Mittelfeld am Borussia-Park etabliert werden. In der aktuellen Saison hat man versucht, eine Fünferkette mit defensiver Ausrichtung zu etablieren, um mehr Stabilität zu gewinnen. Die Realität zeigt jedoch, dass Gladbach mit bereits 48 Gegentoren erneut eine der schwächsten Defensiven der Bundesliga stellt. Wer behauptet, dass die Fünferkette nachhaltig für Stabilität gesorgt hat, verkennt die Fakten. Gleichzeitig wurde das komplette Offensivspiel der Borussia auf Umschaltmomente ausgelegt. Nach 28 Spieltagen lässt sich festhalten: Die Fünferkette ist gescheitert.
Im Sommer soll dann ein Kader für eine Viererkette zusammengestellt werden. Kevin Diks könnte als Außenverteidiger sowohl auf der rechten als auch auf der linken Seite eingeplant werden. Der Abgang von Marvin Friedrich könnte laut RP durch eine weitere Leihe von Kota Takai kompensiert werden. Sollte der 21-jährige Innenverteidiger fit bleiben, kann er neben Nico Elvedi eine echte Verstärkung darstellen allerdings muss der japanische Nationalspieler seine Verletzungsprobleme in den Griff bekommen.
Im 4-3-3-System soll im Mittelfeld mit einem klassischen Sechser und zwei Achtern gespielt werden. Derzeit wäre Yannick Engelhardt und mit Abstrichen Philip Sander die einzige Option auf der Sechserposition. Sollte sich ein Transfer von Engelhardt nicht realisieren lassen, müsste sich Gladbach nach einer Alternative umsehen. Eine der Achterpositionen wird Jens Castrop besetzen und damit die Rolle von Rocco Reitz übernehmen. Mit Kevin Stöger, Florian Neuhaus und Giovanni Reyna stehen derzeit drei weitere Spieler für diese Position zur Verfügung. Rouven Schröder wird jedoch versuchen, den Kader im zentralen Mittelfeld weiter zu verschlanken.
Mögliche Aufstellung im 4-3-3-System:

Auf den Außenbahnen verfügt Gladbach aktuell mit Robin Hack, Franck Honorat, Nathan Ngoumou, Hugo Bolin und Wael Mohya über ausreichend Qualität. Sollte Honorat den Verein verlassen, müsste man hier gegebenenfalls nachlegen.
Im Sturm stehen für die kommende Saison gleich fünf Mittelstürmer unter Vertrag: Tim Kleindienst, Tomas Cvancara, Shuto Machino, Winsley Boteli und Grant-Leon Ranos. Die Hoffnung liegt dabei vor allem auf einer zeitnahen Rückkehr von Kleindienst. Ein Spielertyp, der der Mannschaft aktuell enorm fehlt. Boteli könnte perspektivisch hinter Kleindienst aufgebaut werden. Bei Cvancara, Machino und Ranos wäre der Verein hingegen offen für einen Verkauf. Sollte Kleindienst nicht vollständig fit werden, müsste Gladbach im Sturm qualitativ nachrüsten.
Die große Frage bleibt, ob Eugen Polanski diesen Systemwechsel vollziehen darf oder ob sich der Verein am Niederrhein für einen erfahrenen Trainer entscheidet.
Was denkt ihr über einen möglichen Systemwechsel? Schreibt es in die Kommentare!
🖊 Autor: Jan David Busch
📷 IMAGO / Kirchner-Media
