Gladbach auf Trainersuche: Welches Profil jetzt gebraucht wird

Gladbach
Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Elversberg - Photo by Christof Koepsel/Getty Images

Um auf den eigentlichen Inhalt von OneFootball zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Gladbach auf Trainersuche – welches Profil wird benötigt?

Borussia Mönchengladbach befindet sich laut Sky Sport bereits auf der Suche nach einem Nachfolger für Eugen Polanski. Sollte ein Kandidat gefunden werden, der die Kriterien der Verantwortlichen erfüllt, müsste der noch junge Trainer bereits nach nicht einmal einem Jahr wieder seinen Posten räumen. Durchaus ist auch vorstellbar, dass Rouven Schröder kurzfristig reagieren würde, sollte das Spiel in Wolfsburg verloren gehen. Die große Frage ist jedoch, welches Trainerprofil die Fohlen in der aktuellen Phase benötigen, um sich bei einem möglichen Klassenerhalt in der Bundesliga wieder zu stabilisieren.

Finanzielle Lage erschwert Trainersuche

Durch eine mögliche Entlassung von Polanski, der noch langfristig bis 2028 unter Vertrag steht, würden die ohnehin knappen Kassen zusätzlich belastet werden. Zudem werden durch das schlechte Abschneiden in der Liga künftig geringere TV-Einnahmen an den Niederrhein fließen. Daher werden wohl eher vertragslose Trainer im Fokus stehen, da man es sich womöglich nicht leisten kann, einen Trainer aus einem bestehenden Vertrag herauszukaufen.

Trainerhistorie: Viele Versuche, wenig Erfolg

In den letzten Jahren haben sich viele Trainer am Kader und dem Umfeld von Borussia Mönchengladbach versucht. Mit Adi Hütter hatte man einen absoluten Fußball-Fachmann verpflichtet, dem jedoch nicht der benötigte Kader zur Verfügung gestellt wurde, um seine Spielidee am Niederrhein zu etablieren. Man trennte sich bereits nach einem Jahr wieder. Insgesamt war dies ein teurer Schritt für die Fohlen, da man für Hütter 7,5 Millionen Euro an Eintracht Frankfurt überwiesen hat und nach einem Jahr zudem eine hohe Abfindung fällig wurde.

Wenn man sich heute Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach anschaut, ist es kaum vorstellbar, dass diese Entwicklung erst fünf Jahre zurückliegt. Hütter wäre aktuell zwar ein Trainer, der ablösefrei auf dem Markt ist, jedoch dürfte der Österreicher kein Interesse daran haben, noch einmal in Gladbach zu arbeiten.

Gladbach
Strukturelles Problem in Gladbach –
IMAGO / Jan Huebner

Nach Hütter verpflichtete man mit Daniel Farke einen erfolgreichen Trainer, der mit Norwich City in die Premier League aufgestiegen war. Trotz Platz 10 entschied sich Roland Virkus, den 49-Jährigen bereits nach einem Jahr wieder zu entlassen. Ein Grund soll auch hier eine unterschiedliche Auffassung bezüglich der Kaderplanung gewesen sein. Seit seiner Entlassung bei Gladbach arbeitet Farke erfolgreich bei Leeds United, ist mit dem Club in die Premier League aufgestiegen und wird die Klasse mit Leeds voraussichtlich halten.

Sowohl Hütter als auch Farke haben nach ihrer Zeit in Gladbach sehr erfolgreich gearbeitet. Dies zeigt, dass es nicht zwingend immer ein Trainerproblem bei Borussia Mönchengladbach war, sondern dass die Probleme im Verein augenscheinlich auch an anderer Stelle liegen.

Weitere Trainerentscheidungen im Rückblick

Nach der Entlassung von Farke entschied sich Roland Virkus, Gerardo Seoane als Trainer zu verpflichten. Der Schweizer hatte zuvor in Luzern und bei den Young Boys Bern ausgezeichnete Arbeit geleistet. In der Bundesliga wurde er jedoch nach 1,5 Jahren bei Bayer 04 Leverkusen entlassen. Seoane arbeitete über zwei Jahre in Gladbach, jedoch entwickelte sich der Verein unter seiner Amtszeit weiter zurück. Ausgerechnet bei dem Trainer mit dem schwächsten Punkteschnitt entschied sich Roland Virkus zunächst für eine langfristige Zusammenarbeit. Doch auch nach über zwei Jahren und weiteren drei Spieltagen war schließlich Schluss am Niederrhein.

Im Anschluss übernahm der unerfahrene Ex-Gladbachspieler Eugen Polanski den Trainerposten. Doch auch der 40-Jährige unterbietet den Punkteschnitt von Seoane nochmals deutlich, weshalb die Fohlen tief im Abstiegskampf stecken. Die große Frage ist nicht mehr, ob Borussia Mönchengladbach einen erneuten Trainerwechsel vornehmen wird, sondern nur noch wann.

Sollte das Spiel in Wolfsburg verloren gehen, wäre es fahrlässig, mit Polanski weiterzuarbeiten.

Welches Trainerprofil braucht Gladbach jetzt?

Nun stellt sich die Frage, welches Trainerprofil Gladbach überhaupt noch retten kann oder ob es ein strukturelles Problem am Niederrhein gibt, das sich die Verantwortlichen nicht eingestehen möchten.

Grundsätzlich gibt es derzeit vertragslose Trainer, die für Borussia Mönchengladbach infrage kommen könnten:

  • Ralph Hasenhüttl
  • Thomas Frank

Beide sind sehr erfahrene Trainer, die sich auch international bewiesen haben. Mit Christian Eichner kommt zudem im Sommer ein hoffnungsvolles Trainertalent auf den Markt, das bereits in Karlsruhe bewiesen hat, dass es eine Mannschaft aus einer schwierigen Lage herausführen kann. Oder Gladbach entscheidet sich für einen völlig unbekannten Trainer ähnlich wie FC Schalke 04 mit Miron Muslic.

Eines ist jedoch klar: Sollte auch die nächste Trainerentscheidung nicht sitzen, ist der Gang in die 2. Bundesliga kaum noch zu verhindern.

Welches Trainerprofil braucht Borussia Mönchengladbach aus eurer Sicht? Schreibt es in die Kommentare!

👉 Wie würde deine Startaufstellung aussehen? Erstelle sie mit dem kostenlosen Squad Builder auf BMG-News.

🖊 Autor: Jan David Busch

📷 Photo by Christof Koepsel/Getty Images

Buy Me a Coffee
1. Fußball-Bundesliga 2026/2027 5. Spieltag
Köln
15:30 11.10.2026
Gladbach
Wer wird gewinnen? Stimme jetzt ab!
Stand: 21.09.2026, 22:46 Uhr
Buy Me a Coffee
Aktuell bei Instagram
Werbeanzeigen
Kommentare

Hinterlasse deine Meinung zum Beitrag

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
90 Kommentare
Meistgewählt
Neueste Älteste
Newsletter

Werde jetzt Teil der Community!

Wir informieren dich über neue News und Beiträge und Community-Aktionen. Wir freuen uns auf dich!