Gladbach drohen fehlende TV-Gelder
Bei Borussia Mönchengladbach steigen nach dem 2:2 gegen den 1. FC Heidenheim nicht nur die Abstiegssorgen, sondern dem Verein droht auch ein erneutes Abrutschen in der TV-Gelder-Tabelle. Vor dem Spiel hatte man die große Chance, durch einen Sieg auf Platz 9 zu springen, um sich eine gute Ausgangslage für den Saisonendspurt zu verschaffen und womöglich um einen einstelligen Tabellenplatz mitzuspielen. Nach dem Spiel bleibt jedoch nur Frust, die Angst vor dem Abstieg und die Sorge um fehlende TV-Einnahmen.

Sollte Borussia Mönchengladbach in dieser Saison den Abstieg gerade so vermeiden und die Plätze 14–15 belegen, droht ein finanzieller Schaden von rund 10 Millionen Euro. In der vergangenen Saison haben die Fohlen noch 51 Millionen Euro aus der Vermarktung der TV-Rechte der Bundesliga erhalten. Sollte der Verein die Saison auf einem der genannten Plätze beenden, würden die Einnahmen auf rund 40 Millionen Euro absacken.
Eine Negativspirale, die sich bereits seit Jahren ungebremst fortsetzt. Dabei hätte die Mannschaft gestern die Chance gehabt, diese Saison noch zu einem positiven Ende zu führen. Nun drohen im Saisonendspurt eine erneute Trainerdiskussion und fehlende Einnahmen, um den wichtigen Kaderumbruch im Sommer umzusetzen.
Schröder bestätigt Interesse an Herold
Vor dem Spiel bestätigte Gladbachs Sportchef Rouven Schröder das Interesse an einer Verpflichtung von David Herold. Der 23-jährige Linksverteidiger würde eine Ablöse zwischen 3,5 und 4 Millionen Euro kosten. Herold würde wohl nur nach Gladbach wechseln, wenn Borussia Mönchengladbach auch sicher die Klasse hält und davon kann man derzeit noch nicht ausgehen.

Sollte Herold nach Gladbach wechseln, wäre das Transferbudget vermutlich zunächst nahezu aufgebraucht, da die Reitz-Millionen wohl auch die drohenden sinkenden Einnahmen durch die TV-Vermarktung kompensieren müssen. Daher muss Gladbach weitere Spieler abgeben. Mit Franck Honorat, Joe Scally, Tomas Cvancara, Jonas Omlin, Florian Neuhaus, Kevin Stöger, Nico Elvedi (Vertragssituation) und auch Fabio Chiarodia stehen zumindest einige werthaltige Spieler möglicherweise auf der Verkaufsliste.
Doch auch unter Eugen Polanski gibt es in dieser Saison keine spielerische Weiterentwicklung. Man kann lediglich von zwischenzeitlichen Formhochs sprechen, aber eine nachhaltige Entwicklung zeichnet sich nicht ab vielmehr entwickelt sich der Verein spielerisch sogar zurück. Sollte der Saisonendspurt misslingen, droht eine erneute Trainerentlassung und ein weiterer finanzieller Schaden, da man erst vor Kurzem mit Polanski langfristig bis 2028 verlängert hat.
Was muss sich zur kommenden Saison ändern? Schreibt es in die Kommentare!
🖊 Autor: Jan David Busch
📷 IMAGO / Revierfoto
