Gladbach: Ein Abstieg auf Raten?

Gladbach
Gladbachs sportliche Talfahrt - Photo by Christof Koepsel/Getty Images

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Borussia Mönchengladbach – ein Abstieg auf Raten?

Borussia Mönchengladbach ist noch nie so schwach wie in dieser Saison in die Bundesliga gestartet. Nach fünf Spieltagen stehen die Fohlen mit null Punkten und 18 Gegentoren auf Platz 18. Es ist eine sportliche Talfahrt, die sich in den vergangenen Jahren immer weiter verschärft hat und aktuell ihren Tiefpunkt erreicht.

Gladbachs sportlicher Niedergang seit 2021

Letztmals landete Borussia unter Marco Rose in der Saison 2020/2021 in der oberen Tabellenhälfte auf Platz acht. Im Anschluss waren die Fohlen konstant in der unteren Tabellenhälfte zu finden:

  • 2021/2022: Adi Hütter – Platz 10
  • 2022/2023: Daniel Farke – Platz 10
  • 2023/2024: Gerardo Seoane – Platz 14
  • 2024/2025: Gerardo Seoane – Platz 10
  • 2025/2026: Seoane und Polanski – Platz 12
  • 2026/2027: Polanski, Lichte und Blessin – nach fünf Spieltagen Platz 18

Diese Negativentwicklung hat nicht nur eine Ursache, sondern ist äußerst vielschichtig. Angefangen bei vielen unglücklichen Trainerentscheidungen über verpasste Spielerverkäufe, teure Vertragsverlängerungen und Transferflops bis hin zu fehlenden TV-Geldern, den Folgen der Corona-Pandemie, hohen Abfindungen und personellen Fehlentscheidungen. Die eine Erklärung für den sportlichen Abschwung des Vereins gibt es aus unserer Sicht nicht.

Borussia Mönchengladbach
Managementfehler in Gladbach – IMAGO / Revierfoto

Droht Gladbach das Schicksal anderer Traditionsvereine?

Grundsätzlich ist Borussia Mönchengladbach mit 112.000 Mitgliedern, einem fast abbezahlten Stadion, einem Vereinsgelände, das seinesgleichen sucht, starkem Merchandising und einer guten Nachwuchsakademie bestens aufgestellt, um ein erfolgreicher Bundesligist zu sein. Doch bei Borussia deutet sich derzeit genau das an, was viele Traditionsvereine wie Bremen, Köln, Schalke, Hamburg, Hannover, Nürnberg, Hertha BSC und zahlreiche weitere Klubs bereits durchleben mussten, der Gang in die zweite Bundesliga.

Viele sprechen bei einem Abstieg von einer „selbstreinigenden Wirkung“. Dass dies keineswegs immer der Fall sein muss, mussten Vereine wie der Hamburger SV und Hertha BSC schmerzlich erleben. Beide verbrachten mehrere Jahre in der zweiten Liga, wobei Hertha weiterhin um die Rückkehr in die Bundesliga kämpft.

Mit Alemannia Aachen oder dem MSV Duisburg gibt es zudem Traditionsvereine, die zwischenzeitlich sogar weitgehend von der großen Fußballbühne verschwunden sind. Natürlich hat Gladbach auch in dieser Saison noch die Möglichkeit, den Klassenerhalt zu schaffen und Vereine wie Paderborn, Elversberg, Union Berlin oder Schalke hinter sich zu lassen.

Doch aktuell fühlt es sich eher so an, als wäre Borussia nach Jahren des sportlichen Niedergangs nun tatsächlich fällig.

Gladbach
Unruhe in der Mannschaft – Imago

Vier Spiele könnten über Gladbachs Zukunft entscheiden

Bereits die kommenden Wochen dürften darüber entscheiden, ob man weiterhin fest an den Klassenerhalt glauben kann oder ob frühzeitig die Lichter ausgehen. In den nächsten vier Spielen trifft Borussia auf Hoffenheim, Stuttgart, Paderborn und den Hamburger SV. Dabei sollten aus unserer Sicht mindestens sieben Punkte eingefahren werden, um die Hoffnung aufrechtzuerhalten.

Von höheren Zielen hat sich der Klub in dieser Saison längst verabschiedet. Es wäre mittlerweile auch vermessen, von etwas anderem als dem Klassenerhalt zu träumen.

Gladbach zeigt viele Merkmale eines typischen Absteigers

Borussia weist inzwischen viele Merkmale eines typischen Absteigers auf. Zahlreiche Trainerwechsel, große Verletzungssorgen, Spieler, die weit von ihrer Topform entfernt sind, Unruhe innerhalb der Mannschaft, ein angezählter Sportdirektor und eine Geschäftsführung, die bei den Fans kaum noch Kredit besitzt.

Die größte Hoffnung liegt aktuell auf dem neuen Trainer Alexander Blessin. Man klammert sich daran, dass er die Mannschaft wieder zu besseren Leistungen führen und durch personelle Veränderungen endlich die ersten Punkte einfahren kann. Dabei dürfte klar sein, dass Spieler wie Jan Leszczynski, Zento Uno, Fritz Fleck, Hugo Bolin und Wael Mohya zur neuen Achse des Vereins werden müssen.

Ob diese jungen Spieler allerdings bereits so weit sind, um einen Abstieg zu verhindern, werden die kommenden Wochen zeigen. Von Blessin erhofft man sich, dass er den in Köln bereits eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzt. Trotz der Niederlage beim Erzrivalen gab es schließlich auch Phasen, in denen die Fohlen spielerisch deutlich verbessert wirkten.

Gladbach
Alle Hoffnung liegen auf Blessin – IMAGO / HMB-Media

Gegen Hoffenheim droht die nächste Eskalation

In der kommenden Woche geht es gegen Hoffenheim. Bereits dieses Spiel wird zum absoluten Kellerduell, denn die Sinsheimer stehen mit drei Punkten auf Rang 17. Bei einer Niederlage könnte der Abstand auf das rettende Ufer nach nur sechs Spieltagen bereits auf fünf Punkte anwachsen.

Gibt es für euch die „eine Erklärung“ für die sportliche Talfahrt der Fohlen? Schreibt es in die Kommentare!

👉 Weitere News über Borussia Mönchenglabdach findet ihr auf BMG-News

🖊 Autor: Jan David Busch

📷 Photo by Christof Koepsel/Getty Images

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