Gladbachs Qualitätsverlust im Kader ist beispiellos
Bei Borussia Mönchengladbach hat sich der geschätzte Kaderwert seit 2020 mehr als halbiert Im Jahr 2020 erreichte man in der Spitze einen Kaderwert von rund 310 bis 340 Millionen Euro. Allein Ginter, Elvedi, Bensebaini, Zakaria, Neuhaus, Thuram und Plea kamen mit sieben Spielern zusammen auf einen Marktwert von weit über 200 Millionen Euro. Der aktuelle Gladbach-Kader hat hingegen lediglich einen geschätzten Marktwert von 138 Millionen Euro.
Bereits seit Jahren betont man in Gladbach, wieder Werte schaffen zu wollen. Doch genau das gelingt den Fohlen seit Jahren nicht mehr in dem Maße, wie es notwendig wäre.

Gladbach schafft es nicht, die Abwärtsspirale zu stoppen
Und das in Zeiten, in denen immer mehr Geld in den Fußball gepumpt wird. Borussia schafft es bislang nicht, diese Abwärtsspirale zumindest zu bremsen und derzeit scheint auch die Talsohle noch nicht erreicht zu sein. Wael Mohya steht mit gerade einmal 17 Jahren bereits bei einem Marktwert von 17 Millionen Euro, wobei eine entsprechende sportliche Entwicklung in dieser Saison bereits eingepreist ist. Mohya kam zwar in allen vier Bundesligaspielen zum Einsatz, wartet jedoch noch auf seine erste Torbeteiligung.
Die größten Hoffnungsträger im Kader, was eine mögliche Marktwertentwicklung angeht, sind aus unserer Sicht Jan Leszczynski, Zento Uno, Jens Castrop, Mathieu Nguefack und Hugo Bolin.
Wo entstehen die nächsten Gladbacher Werte?
Der Kader verfügt zumindest über einige Spieler, die bei einer positiven Entwicklung des Vereins auch ihren Marktwert entsprechend deutlich steigern könnten. Auf der anderen Seite stehen Spieler wie Itakura, Diks, Ullrich, Kleindienst, Honorat und Hack, bei denen die Marktwertkurve derzeit deutlich nach unten zeigt. Gleichzeitig befindet sich der Verein unter enormen wirtschaftlichen Zwängen.
Trotz der Vermarktung des Stadionnamens und der Erhöhung der Mitgliedsbeiträge konnte Rouven Schröder im Sommer lediglich 14 Millionen Euro für zehn Spieler in den Kader investieren und das trotz eines Transferüberschusses von knapp 20 Millionen Euro.
Gladbach muss finanziell den Turnaround schaffen
Nach den vergangenen zwei Geschäftsjahren mit einem Minus von insgesamt sechs Millionen Euro versucht Dr. Stefan Stegemann zumindest finanziell den Turnaround zu erreichen und 2026 wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Doch unter dem eingeschlagenen Sparkurs leidet natürlich auch die Qualität des Kaders.
Ob sich diese Sparpolitik am Ende auszahlt, wird man sehen müssen – oder ob die sportlichen Auswirkungen womöglich sogar in einem Fiasko enden.
Kann dieser Kader wieder echte Werte schaffen?
Genau darin liegt eine der großen Herausforderungen für Borussia Mönchengladbach. Einerseits muss der Verein finanziell wieder auf ein stabileres Fundament gestellt werden, andererseits benötigt Borussia Spieler, die sportlich den nächsten Schritt machen und dadurch wieder echte Marktwerte schaffen können. Mit Mohya, Leszczynski, Uno, Castrop, Nguefack und Bolin gibt es dafür zumindest einige Hoffnungsträger. Entscheidend wird sein, ob Borussia es schafft, diese Spieler entsprechend weiterzuentwickeln.
Wie beurteilt ihr die Kaderqualität, gerade im Hinblick auf eine mögliche Marktwertsteigerung? Schreibt es in die Kommentare!
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🖊 Autor: Jan David Busch
📷 Photo by IMAGO / IPA Sport

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