Der Deadline-Day-Fahrplan von Borussia Mönchengladbach
Gladbachs Sportchef hat in diesem Transferfenster schon einiges bewegt. Neun Neuzugänge und 13 Abgänge plus vier ausgelaufene Leihen stehen zu Buche. Ein großer Kaderumbruch, der bisher am Niederrhein stattgefunden hat. Insgesamt konnte Rouven Schröder bis jetzt einen Transferüberschuss von 20 Millionen Euro einfahren. Doch in der letzten Woche des Transferfensters gibt es noch einiges zu tun.
Vier Spieler sollen Gladbach noch verlassen
Auf der Abgangsseite sollen noch Scally, Cvancara, Neuhaus und Olschowsky abgegeben werden. Alle vier Spieler haben keine Perspektive mehr bei Borussia und waren auch nicht Bestandteil des Kaders in der ersten DFB-Pokalrunde gegen Schott Mainz. Daran dürfte sich am Wochenende beim Bundesligaspiel in Leipzig nichts ändern, zumal mit Fabio Chiarodia und Zento Uno zwei weitere Spieler in den Kader zurückkehren. Zudem könnte es womöglich noch zu ein bis zwei Überraschungsabgängen kommen.
Mit Shuto Machino hat Borussia einen Spieler im Kader, der seine Rolle im Team von Eugen Polanski auch nach einem Jahr noch sucht. In der vergangenen Saison kam der Japaner zwar wettbewerbsübergreifend auf 34 Einsätze, vier Tore und eine Vorlage, doch selten stand der 26-Jährige in der Startelf und konnte vollends überzeugen. Für einen Spieler, der für ein Ablösepaket von rund zehn Millionen Euro verpflichtet wurde, ist das zu wenig.
Auch in dieser Saison dürfte der Mittelstürmer nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinauskommen. Im Sturm setzt Polanski auf Kleindienst, Lidberg und Danfa. Auf den Flügeln setzt man mit Bolin, Hack, Mohya, Fleck und Honorat auf deutlich dynamischere Spieler und womöglich wird Schröder auf der Zehn noch einmal nachlegen.

Wird Machino zum Überraschungsabgang?
Trotz der neuen Japan-Connection mit Itakura, Uno, Hashioka und eben Machino wäre ein Abgang des Stürmers, der noch bis 2029 unter Vertrag steht, wohl die beste Lösung für beide Parteien. Ein Leihdeal mit Kaufoption wäre wohl das darstellbarste Szenario, um dem Spieler mehr Spielzeit ermöglichen zu können als am Niederrhein. Ein weiterer Hot-Take auf der Abgangsseite ist Franck Honorat. Der Franzose befindet sich seit einigen Monaten im Formtief und seine Körpersprache spricht in Teilen nicht dafür, dass der Flügelstürmer noch sonderlich Lust auf die Herausforderung Borussia Mönchengladbach hat.
Im Frühjahr verkündete der 30-Jährige öffentlich, dass er im Sommer gerne eine neue Herausforderung suchen würde. Es fehlt wohl schlichtweg an den Angeboten. Sollte noch ein marktgerechtes Angebot von sechs bis acht Millionen Euro bis zum Deadline-Day eintreffen, würde man sich einen Verkauf wohl noch einmal überlegen. Dass Rouven Schröder mit wenig Mitteln echte Shootingstars wie Hugo Bolin verpflichten kann, hat der Sportchef bereits bewiesen.

Gladbach braucht noch Verstärkung auf der Zehn
Unabhängig von weiteren Verkäufen muss Borussia Mönchengladbach bis zum Deadline-Day am kommenden Dienstag in der Offensive noch einmal qualitativ nachlegen. Es braucht eine Verstärkung für die Offensive auf der Zehnerposition, die in der Lage ist, die entscheidenden Pässe zu spielen. Mohya und Bolin können zwar auf der Position eingesetzt werden, doch beide weichen gerne auf die Außen aus, wo ihre Stärken liegen. Zudem muss man solchen jungen Spielern auch mal ein Formtief zugestehen und für einen solchen Fall braucht es eine gewisse Breite in der Offensive.
Sollte Honorat den Club doch noch verlassen, bräuchte man dann noch einen 1:1-Ersatz auf dem rechten Flügel. Derzeit gibt es jedoch noch keine konkreten Gerüchte, doch Rouven Schröder hat bereits öfter in der aktuellen Transferperiode einen Transfer aus dem Nichts gelandet.
Was muss eurer Meinung nach noch bis zum Deadline-Day passieren? Schreibt es in die Kommentare!
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🖊 Autor: Jan David Busch
📷 Photo by Christof Koepsel/Getty Images
