Reyna in Gladbach bereits gescheitert?
Gio Reyna ist im vergangenen Sommer für rund vier Millionen Euro von Borussia Dortmund zu Borussia Mönchengladbach gewechselt. Die Erwartungen an den 23-Jährigen waren entsprechend hoch. Bereits mit 18 Jahren galt Reyna als großer Shootingstar der Bundesliga, erreichte einen Marktwert von bis zu 42 Millionen Euro und wurde mit Top-Clubs wie FC Barcelona oder Real Madrid in Verbindung gebracht. Aufgrund zahlreicher Verletzungen wurde seine Entwicklung jedoch früh ausgebremst was letztlich auch der Grund dafür war, dass Gladbach diesen hochveranlagten, aber verletzungsanfälligen Spieler verpflichten konnte.
Verletzungen und fehlende Rolle im System
Auch in dieser Saison hatte der offensive Mittelfeldspieler erneut mit Verletzungsproblemen zu kämpfen und verpasste bislang zehn Bundesligaspiele. Insgesamt kommt er lediglich auf 15 Einsätze und eine Torvorlage. Dabei ist der US-Amerikaner seit rund zwei Monaten wieder durchgängig fit. Dennoch findet Trainer Eugen Polanski in seinem 5-3-2-System offenbar keine Verwendung für Reyna. Durch die defensiv geprägte Spielweise der Fohlen hat der Offensivspieler große Schwierigkeiten, seine Stärken zur Geltung zu bringen.
Öffentliche Kritik durch Polanski
Nach dem Spiel gegen 1. FSV Mainz 05 kritisierte Polanski Reyna öffentlich und bemängelte seine Leistung nach dessen Einwechslung in der 72. Minute. Zwar unterliefen Reyna einige Fehlpässe, jedoch ist es für einen Offensivspieler schwierig, in eine Mannschaft hineinzukommen, die überwiegend mit langen Bällen agiert und kaum spielerische Lösungen sucht. Anstatt einem bereits verunsicherten Spieler den Rücken zu stärken, äußerte Gladbachs Cheftrainer öffentlich Kritik möglicherweise auch, um von eigenen Problemen abzulenken. Trotz voller Fitness droht Reyna im Spiel gegen Wolfsburg sogar ein Platz auf der Tribüne.
Konkurrenzkampf im Kader
Dafür könnte Florian Neuhaus wieder in den Kader rücken, der in der vergangenen Woche noch auf der Tribüne saß. Ein solches Hin und Her kostet Polanski zunehmend Vertrauen innerhalb der Mannschaft. Spieler wie Neuhaus und Reyna haben es unter Polanski ohnehin schwer, sich durchzusetzen, da der Trainer bevorzugt mit drei defensiv ausgerichteten Spielern im zentralen Mittelfeld agiert.
Zukunft hängt von Trainerentscheidung ab
Ob Gio Reyna eine Zukunft bei Borussia Mönchengladbach hat, werden wohl die kommenden Wochen zeigen. Sollte der Amerikaner fit bleiben und eine gute Weltmeisterschaft spielen, hängt seine Zukunft maßgeblich von der Trainerentscheidung ab. Kommt es zu einem Trainerwechsel und einer möglichen Rückkehr zu einem 4-2-3-1-System, könnte Reyna als Spielmacher hinter Tim Kleindienst auch in der kommenden Saison eine wichtige Rolle einnehmen.
Glaubt ihr, dass Reyna bei Borussia Mönchengladbach noch durchstarten wird? Schreibt es in die Kommentare!
🖊 Autor: Jan David Busch
📷 Photo by Alex Grimm/Getty Images
