Polanski kann Unmut der Gladbach-Fans nicht nachvollziehen
Borussia Mönchengladbach-Trainer Eugen Polanski kann den Unmut einiger Fans während und nach dem 2:2 gegen den Tabellenletzten 1. FC Heidenheim im Heimspiel nicht nachvollziehen. Dabei kritisierte er deutlich die Fans auf der „Gegengeraden“ (Osttribüne), die laut dem Cheftrainer für die Pfiffe während des Spiels verantwortlich waren.
Zudem kann Polanski die Erwartungshaltung einiger Fans nicht nachvollziehen. Laut dem 39-Jährigen dürfe es nicht der Anspruch sein, Heidenheim in einem Heimspiel einfach „wegzufegen“. In weiten Teilen attestierte Polanski der Mannschaft ein gutes Spiel.
Mit der Kritik an den Fans dürfte sich der ohnehin bereits in der Kritik stehende Cheftrainer weiteren Unmut zugezogen haben. Denn der Anspruch von Borussia Mönchengladbach sollte es definitiv sein, eine Mannschaft wie Heidenheim im eigenen Stadion spielerisch zu dominieren. Doch über weite Strecken war genau das Gegenteil der Fall: Die Mannschaft von Frank Schmidt drückte die Fohlen-Elf phasenweise tief in die eigene Hälfte, und die Gladbacher fanden kaum Mittel, sich zu befreien. Mit der klaren Kritik an den Fans und seiner Einschätzung zur Erwartungshaltung wird der Gegenwind für Polanski in den kommenden Wochen bei ausbleibendem Erfolg deutlich zunehmen.
Denn wenn es nicht der Anspruch sein darf, gegen Heidenheim zu Hause klar zu gewinnen, dann dürfte es gerade gegen die kommenden Gegner wie RB Leipzig, 1. FSV Mainz 05 und VfL Wolfsburg schwierig werden, die notwendigen Punkte im Abstiegskampf zu holen. Sollte es in den nächsten drei Spielen für Gladbach weiter nach unten gehen, müsste man wohl irgendwann gezwungen sein, die Notbremse zu ziehen.
Eines ist klar: Polanski muss nach seinen Aussagen liefern.
Wie steht ihr zur Polanski-Kritik an den Fans? Schreibt es in die Kommentare!
🖊 Autor: Jan David Busch
📷Photo by Christof Koepsel/Getty Images
