Gladbach unter Erfolgsdruck
Borussia Mönchengladbach steht derzeit unter enormem Erfolgsdruck. Das Mindestziel ist der Klassenerhalt in dieser Saison, doch um sich nachhaltig wieder in Richtung obere Tabellenhälfte entwickeln zu können, wird es mehr benötigen. Am 27.04. wird Borussia Mönchengladbach im Rahmen der Mitgliederversammlung den Wirtschaftsbericht 2025 vorstellen. Nach dem Jahr 2024, in dem der Verein ein Minus von 2,4 Millionen Euro eingefahren hat, ist auch in diesem Jahr mit tiefroten Zahlen zu rechnen.
In der vergangenen Saison wurde das Saisonziel der Einstelligkeit im Saisonendspurt fahrlässig verspielt. Zudem hat sich der langfristige Negativtrend der Fohlen auf die wichtigen TV-Gelder-Einnahmen ausgewirkt. Im letzten Jahr hat man lediglich 51 Millionen Euro erhalten. Sollte Gladbach in dieser Saison nur den 15. Platz erreichen, würden die TV-Gelder auf rund 40 Millionen Euro jährlich sinken. Das Optimalszenario wäre Platz 9 und damit würde Gladbach in der kommenden Saison etwa 60 Millionen Euro erhalten.
Zudem hat Borussia Mönchengladbach in den letzten Jahren mit mangelnden Transfereinnahmen zu kämpfen ebenfalls ein Spiegelbild der sportlichen Entwicklung. Vor der Saison hat man zwar Ko Itakura, Alassane Plea und Julian Weigl für 23 Millionen Euro verkauft. Auf der anderen Seite hat man knapp 17 Millionen Euro in Shuto Machino, Giovanni Reyna und Jens Castrop investiert. Lediglich Castrop kann man als Transfererfolg bezeichnen, doch die großen Erlöse bleiben bislang aus.

Reitz-Transfer für Gladbach überlebenswichtig
Zur neuen Saison startet Borussia Mönchengladbach mit einer 20-Millionen-Euro-Finanzspritze durch den Transfer von Rocco Reitz zu RB Leipzig. Doch gerade einmal 8 Millionen Euro können wieder in den Kader investiert werden, da der Verein weiterhin finanzielle Altlasten bewältigen muss. Teure Gehälter, Fehltransfers, strukturelle Kosten, sportlicher Misserfolg und Personalaufwand fressen die Transfereinnahmen von Reitz größtenteils auf.
Auch aufgrund der schwierigen finanziellen Situation haben sich die Verantwortlichen dazu entschieden, den Stadionnamen zur kommenden Saison an die Firma ISTA zu vermarkten. Durch den Deal werden jährlich 5 Millionen Euro in die Gladbacher Kassen gespült. Ein wichtiger Schritt, um die bestehenden Strukturen weiter zu finanzieren.
Zudem könnte es zu weiteren Millionen-Abgängen kommen. Mit Moritz Nicolas, Joe Scally, Tomas Cvancara, Franck Honorat und auch Fabio Chiarodia könnten weitere Einnahmen generiert werden. Rouven Schröder möchte den Kader wohl weiter verkleinern und punktuell mit hoher Qualität verstärken. Mit Hugo Bolin hat Borussia Mönchengladbach bereits im Winter einen hoffnungsvollen Spieler für die kommenden Jahre verpflichtet. Mit David Herold steht wohl der nächste spannende Sommertransfer vor der Tür.

IMAGO / fohlenfoto
Borussia Mönchengladbach muss in den kommenden Jahren wieder Transfers landen, die sich entwickeln, Werte schaffen und Transfererlöse generieren. Der Verein ist auf hohe Transfereinnahmen angewiesen, und mit Jens Castrop, Wael Mohya und Hugo Bolin hat man bereits drei Spieler im Kader, die bei entsprechender Entwicklung hohe Transfererlöse einbringen könnten.
Der Schlüssel zum Erfolg für Borussia Mönchengladbach liegt im Top-Scouting und in der Spielerentwicklung. Dafür sollte man der neuen sportlichen Führung rund um Rouven Schröder und Andre Hechelmann das Vertrauen schenken, um Spieler zu finden, die den Verein in den kommenden Jahren auf ein neues Level heben.
Was traut ihr der neuen sportlichen Führung von Borussia Mönchengladbach zu? Schreibt es in die Kommentare!
🖊 Autor: Jan David Busch
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