6 Millionen Marktwert: Gladbach vor Nicolas-Entscheidung

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Nicolas entscheidet sich für Gladbach- Photo by Sebastian Widmann/Getty Images

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Gladbach vor Nicolas-Entscheidung

Moritz Nicolas ist in dieser Saison wohl einer der besten Gladbacher in einer schwachen Saison der Fohlen. Trotz einer anfälligen Abwehr konnte der 28-Jährige zehnmal die Null halten und belegt damit Rang drei in der Bundesliga mit den meisten Spielen zu null. Auch statistisch, mit einer Paradenquote von knapp 70 %, gehört er zur absoluten Elite der Bundesliga. Die Entwicklung von Nicolas in den letzten Jahren ist bemerkenswert. In der Saison 2022/2023 war die Nummer 33 von Borussia noch an Roda JC Kerkrade ausgeliehen und Nicolas hatte gerade mal einen Marktwert von 350.000 Euro.

Während seiner Leihe hat sich Borussia Mönchengladbach im Januar 2023 dazu entschieden, Jonas Omlin nach dem Abgang von Yann Sommer für 9 Millionen Euro zu verpflichten. In der zweiten niederländischen Liga war Nicolas bei Kerkrade gesetzt und kam auf 30 Einsätze. Es war seine erste Saison als Stammtorhüter auf Profiniveau. Bei seiner vorherigen Station war der Gladbacher bereits an Viktoria Köln ausgeliehen und war dort ebenfalls Stammtorhüter, allerdings in der 3. Liga. Im Sommer 2023 kam Nicolas dann an den Borussia-Park zurück und die Situation war eigentlich aussichtslos.

Der Schweizer Jonas Omlin hatte ein starkes halbes Jahr bei Borussia Mönchengladbach gespielt und wurde zum Kapitän ernannt, Nicolas blieb lediglich die Rolle als Nummer zwei. Doch kurz nach Saisonstart verletzte sich Jonas Omlin schwer an der Schulter und fiel für ein halbes Jahr aus. Nicolas nutzte seine Chance, musste jedoch nach der Genesung von Omlin wieder ins zweite Glied zurück. Allerdings verletzte sich Gladbachs 9-Millionen-Einkauf erneut und Gerardo Seoane ernannte Moritz Nicolas nun endgültig zur Nummer eins. In der Zwischenzeit hat er seinen Marktwert auf 6 Millionen Euro gesteigert.

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Nicolas mit Ausstiegsklausel – Photo by Alex Grimm/Getty Images

Kassiert Gladbach zweistellige Ablöse für Nicolas?

Für Moritz Nicolas hat seine Karriere erst Mitte zwanzig richtig Fahrt aufgenommen und ist somit ein Spätstarter. In der Zwischenzeit hat sich Nicolas zu einem der besten Torhüter in der Bundesliga entwickelt. Im Gegenzug hat sich Borussia jedoch tabellarisch deutlich zurückentwickelt und gilt inzwischen wieder als Abstiegskandidat. Daher ist es absolut nachvollziehbar, dass Nicolas im Sommer den nächsten Schritt gehen möchte, um womöglich auch international spielen zu können.

Auch Rouven Schröder betonte die Wichtigkeit des 28-Jährigen auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen 1. FSV Mainz 05 und man ist froh, dass der Torhüter noch langfristig bis 2029 unter Vertrag steht. Bekannt ist jedoch auch, dass der Torhüter eine Ausstiegsklausel besitzt, die im Sommer aktiviert werden kann. Bei den gezeigten Leistungen wird es an Interessenten, gerade von zahlungskräftigen Clubs aus der Premier League, nicht mangeln. Durch einen Verkauf von Nicolas würde Borussia Mönchengladbach wohl eine Ablöse im zweistelligen Millionenbereich erzielen, würde jedoch nach Rocco Reitz eine weitere Identifikationsfigur und einen Leistungsträger verlieren.

Durch einen Verkauf von Nicolas würde man sich zudem eine Baustelle im Tor aufmachen. Sowohl Jan Olschowsky als auch Tiago Pereira Cardoso traut man die Rolle als Nummer eins noch nicht zu. Deshalb müsste der Verein Teile der Ablöse wohl wieder in einen neuen Torhüter investieren. Ein heißer Kandidat soll Tjark Ernst von Hertha BSC sein. Der 23-Jährige gilt als einer der besten Torhüter der 2. Bundesliga und wäre dank einer Ausstiegsklausel in Höhe von 5 Millionen Euro auch finanzierbar. Ernst hat in 28 Spielen gerade einmal 34 Tore kassiert und elfmal die Null gehalten. Gerade bei einem so unruhigen Verein wie Hertha BSC ist das eine besondere Auszeichnung. Ob Ernst allerdings Moritz Nicolas auf Anhieb eins zu eins ersetzen kann, darf bezweifelt werden.

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Umbruch im Gladbacher-Tor – Photo by Christof Koepsel/Getty Images

Auch Jonas Omlin kehrt nach seiner Leihe zu Bayer 04 Leverkusen an den Niederrhein zurück. Der 32-Jährige steht noch bis 2027 bei den Fohlen unter Vertrag. Bisher kam der Schweizer bei Leverkusen noch nicht zum Einsatz und wird vermutlich ohne Einsatzminute zurückkehren, was den Kreis der möglichen Interessenten im Sommer verkleinert. Das Wichtigste ist jedoch, dass Omlin seit geraumer Zeit gesund und spielfähig ist. Trotz der fehlenden Einsatzminuten wird Omlin als Hitz-Nachfolger beim FC Basel in Verbindung gebracht.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass Borussia Mönchengladbach mit der Entwicklung von Nicolas nicht Schritt halten kann. Daher wäre im Sommer ein Transfer durchaus nachvollziehbar. Ob Rouven Schröder einen solchen Abgang trotz der Millionen kompensieren kann, wird sich zeigen.

Würdet ihr Moritz Nicolas im kommenden Sommer ziehen lassen? Schreibt es in die Kommentare!

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🖊 Autor: Jan David Busch

📷Photo by Sebastian Widmann/Getty Images

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