Kritik am Gladbacher Präsidium wird lauter
Borussia Mönchengladbach befindet sich bereits zum Saisonstart in einer tiefen Krise. Nach vier Spieltagen, 16 Gegentoren und null Punkten musste Cheftrainer Eugen Polanski den Club verlassen und wurde durch Alexander Blessin ersetzt. Blessin ist bereits der fünfte Trainer in den vergangenen fünf Jahren am Niederrhein und erhält einen Vertrag bis 2028. Die Mission lautet zunächst, die Mannschaft relativ schnell aus dem Tabellenkeller herauszuführen. Dabei werden die nächsten Wochen und Monate ganz entscheidend.
Mit Köln, Hoffenheim, Stuttgart nach dem schwachen Saisonstart, Paderborn und dem HSV warten ausschließlich Gegner, gegen die man punkten muss, um aus der Abstiegszone herauszukommen.
Trotz vieler Veränderungen verschlechtert sich die sportliche Situation
Trotz der vielen Umbrüche in den vergangenen Jahren hat sich die Situation des Vereins sportlich eher verschlechtert. In den letzten fünf Jahren belegte man mit den Plätzen 10, 10, 14, 10 und 12 jeweils einen Tabellenplatz in der zweiten Bundesligahälfte. Nun steht Borussia bereits früh in der Saison auf Platz 18. Jetzt hat man erneut einen neuen Trainer und zudem unter der Amtszeit von Rouven Schröder vieles verändert. Mit Hechelmann hat man einen neuen Kaderplaner implementiert. Mit Gellhaus und Jan-Moritz Lichte wurden zwei neue und erfahrene Co-Trainer installiert.
Auch die medizinische Abteilung wurde umgebaut und der Kader einmal auf links gedreht. Doch trotz all dieser Veränderungen stand Borussia nach vier Spieltagen noch nie so schlecht da wie jetzt.

Kritik erreicht Gladbacher Geschäftsführung und Präsidium
Daher wird in einer solchen Phase traditionell auch Kritik an der Geschäftsführung und dem Präsidium laut. Mit Stegemann hat man einen Geschäftsführer, der keinerlei Erfahrung darin hat, einen Bundesligaverein zu führen. Daneben steht mit Aretz ein Medienprofi, der jedoch in der öffentlichen Kommunikation derzeit komplett abtaucht. Im Präsidium sitzen mit Präsident Rainer Bonhof, Hannelore Kraft, Uwe Kamps und Roger Brandts vier weitere Funktionsträger, die sich derzeit nicht zu Wort melden und die sportlichen Entscheidungen der vergangenen Jahre mitgetragen haben.
Inzwischen steigt auch der mediale Druck auf die Gladbacher Führung, da dieser Bereich einer der wenigen ist, der in den vergangenen Jahren nicht substanziell verändert wurde. Sowohl im Doppelpass als auch von Sky-Reporter Kerry Hau wurde Kritik am Präsidium geäußert. Dabei wurde die Frage aufgeworfen, ob man nun nicht auch im Präsidium über Veränderungen nachdenken müsse.

Auch Lisa Tellers übt Kritik – Bonhof plant offenbar weiter
In der neuesten Ausgabe von „Buschis Borussia“ legte Moderatorin und Gladbach-Fan Lisa Tellers nach. Sie kritisierte sinngemäß, dass es fatal sei, wenn man auf der Mitgliederversammlung als Präsident den dringenden Appell zum Rücktritt bekomme und diesen anschließend komplett ignoriere. Dass es auch im Präsidium Veränderungen benötigt, sehen viele Beobachter, die von außen auf den Verein schauen. Im Präsidium selbst verfolgt man jedoch offenbar andere Pläne. Auf der Mitgliederversammlung stellte Präsident Rainer Bonhof in Aussicht, sich erneut zum Präsidenten wählen zu lassen.
Glaubt ihr, dass es nach der Saison auch Veränderungen in der Gladbacher Führung geben wird? Schreibt es in die Kommentare!
🖊 Autor: Jan David Busch
📷 Photo by Christof Koepsel/Getty Images
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
